Häufigste Gartenfragen2020-07-06T19:55:13+02:00

IHRE GARTENFRAGEN

Hier finden Sie einen Überblick über die Gartenfragen, die mir im Laufe der Jahre gestellt wurden. Vielleicht habe ich ja auch Ihre Frage schon beantwortet – bitte nutzen Sie auch die Suchfunktion, um nach einem Stichwort zu suchen (klicken Sie auf die Lupe rechts über diesem Text).

In meinem Hochbeet hat sich ein gelber, breiartiger Belag auf der Erde gebildet, der (so kommt mir vor) jeden Tag woanders auftaucht. Ist der giftig und kann ich das Gemüse noch essen?

Es handelt sich um einen Schleimpilz, die gelbe Lohblüte oder auch Hexenbutter genannt. Er ist nicht giftig, aber gilt bei uns als ungenießbar. Er wächst extrem rasch und taucht dort auf, wo Holz fault und viel Feuchtigkeit vorherrscht. Das Gemüse, wo er wächst, kann man essen.

15. Juli 2020|Dies & Das|

Was wird sich nach 290 Sendungen „Natur im Garten“ ändern?

Wir zeigen noch mehr Vielfalt. Neben den österreichischen Gärten machen wir einen Blick über die Grenzen. Wir blicken den Gärtnern auf „Der Garten Tulln“ bei Projekten über die Schulter und schließlich freuen wir uns alle, dass die Kräuterhexe (so nennt sie sich wirklich selbst) Uschi Zezelitsch wieder zurück in der Sendung ist. Gleich beim ersten Mal mit köstlichen Erdbeerrezepten.

3. Juni 2020|Dies & Das|

Macht das Gärtnern eigentlich noch Spaß, wenn man praktisch rund ums Jahr mit dem Thema konfrontiert ist?

Ja, heuer sogar so viel, wie schon lange nicht. Bin ich sonst nur sporadisch und unter großem Zeitdruck im Garten (oft mit der Taschenlampe in der Nacht), weil Reisen, Vorträge oder Gartenmessen im Kalender stehen, so hatte ich dieses Jahr enorm viel Zeit. Ich habe es genossen, stundenlang die Beete am Boden kniend mit einer kleinen Schaufel zu lockern, Kompost zu verteilen und Unkraut zu zupfen. Wobei ich viele Brennnesseln und Giersch am Rand stehen ließ, weil ich eben die Vielfalt schätze.

3. Juni 2020|Dies & Das|

Wir haben kürzlich einen alten Baum gesehen, der dicht mit Efeu bewachsen war. Ist das für den Baum gefährlich oder nicht?

Efeu am Stamm ist für einen Baum niemals eine Gefahr. Im Gegenteil: Die Rinde wird im Winter vor zu viel Sonne und ein zu frühes Austreiben geschützt. Die Ranken sind idealer Nistplatz für Vögel und liefern im Herbst viele Früchte. In der Forstwirtschaft wird Efeu meist entfernt, weil später die Holzbringung extrem erschwert wird.

13. Mai 2020|Dies & Das|

Ich habe einen Hang und da werden jedes Jahr bei heftigen Gewitterregen große Mengen an Erde abgespült. Nachbarn haben mit geraten, alles mit Folie und Rindenmulch abzudecken. Was meinen Sie?

Genau das würde ich nicht machen, dann kommt eine Lawine Rindenmulch zusammen mit Wasser den Hang herunter. Ich würde Sanddorn, Schlehe und andere Gehölze pflanzen. Am Fuß des Hangs sehen auch Bodendeckerrosen gut aus. Alle diese Gehölze festigen die Erde.

22. April 2020|Dies & Das|

Unsere Erde ist steinhart und total trocken. Gibt’s eine Möglichkeit, dennoch die Gemüsebeete zu bestellen?

Als erstes wird man durchdringend Wässern (müssen). Dann mit einer Grabgabel die Erde lockern, in dem man die Gabel in die Erde sticht und am Griff rüttelt. Dann Kompost oberflächlich einarbeiten, Dünger und Bodenaktivator einstreuen und durchrechen. Dann säen und pflanzen und sofort mit Rasenschnitt (so es einen gibt) oder Gartenfaser mulchen. Kräftig angießen.

15. April 2020|Dies & Das|

Sie haben zuletzt geschrieben, dass man das restliche Herbstlaub liegen lassen kann. Ich hab‘ aber beobachtet, dass die Narzissen fast nicht durchkommen. Soll ich es nicht doch wegräumen?

Es gibt Laub, wie zum Beispiel Ahorn oder Magnolie, das einen sehr dichten Teppich bildet und es den Narzissen schwer macht, durchzukommen. Ich lockere mit einem Laubrechen die Blätter, verteile sie und lasse sie neben den Narzissen liegen. Laub ist ein wertvoller Humuslieferant.

11. März 2020|Dies & Das|

Unser lebender Christbaum vom letzten Jahr hat letztlich im Herbst seinen Geist aufgegeben. Kann ich es dieses Jahr besser machen, möchte gerne einen Baum für „viele Jahre“ haben?

Nadelbäume mit Wurzeln im Topf sind (für mich) fast eine Quälerei. Man holt den Baum aus dem Winterschlaf, stellt ihn ins warme Zimmer und er beginnt zu treiben. Gießt man zu wenig, beginnt das erste Problem. Stellt man ihn dann bei Frost wieder ins Freie, erfrieren die neuen Triebe. Im Sommer leidet er dann oft unter Wassermangel im Topf. Wie man erkennt – ich bin für den abgeschnittenen Baum!

18. Dezember 2019|Dies & Das|

In einigen Gartenzeitschriften habe ich von Narzissen gelesen, die genau zu Weihnachten blühen. Ich hab das gemacht – wie erklärt, aber es kommen nur ein paar verkrüppelte Blätter heraus.

Die sogenannten „Weihnachts-Tazetten“ sind speziell präparierte (mit bestimmter Temperatur behandelte) Zwiebeln, die man bloß auf eine Schale mit Kies aufsetzt und angießt. Nach wenigen Wochen blühen (und duften) sie. Normale Narzissen sind dafür nicht geeignet.

18. Dezember 2019|Dies & Das|

Ein sehr alter Weihnachtskaktus hat unserer Meinung nach besonders schöne Blüten. Wir möchten allen unseren drei Kindern einen Ableger ziehen. Wann ist der beste Zeitpunkt?

Im Frühsommer bewurzeln die Stecklinge am schnellsten. Einfach Triebspitzen in sehr sandige Erde stecken, nach wenigen Wochen beginnen sie schon als eigenständige Pflanzen zu wachsen. Die Mutterstöcke nun vorsichtig gießen und ab März düngen.

4. Dezember 2019|Dies & Das|

Mein Mann und ich diskutieren immer, ob man Zimmerpflanzen im Winter düngen soll oder nicht. Ich sag ja, er sagt nein. Was ist nun richtig?

Oh! Ich will keine Ehekrise auslösen, daher die diplomatische Antwort: Beide haben Recht! Warum? Ganz einfach, denn es gibt Pflanzen, die machen jetzt eine Wachstumspause und benötigen keine Nährstoffe. Zum Beispiel alle Citrus (vor allem die tropischen, wie Buddahs-Hand, die im temperierten Zimmer stehen). Anders die Grünpflanzen: Sie müssen gedüngt werden, weil sie auch im Winter wachsen. Allerdings reicht es, sie alle zwei Wochen mit Nährstoffen zu versorgen.

27. November 2019|Dies & Das|

Soll ich meine Kübelpflanzen jetzt im Herbst zurückschneiden? Ich muss sie alle im Keller überwintern und vor allem die Oleander sind enorm gewachsen!

Generell gilt, dass der Rückschnitt im Frühjahr besser ist, weil die offenen Schnittwunden in einem nicht optimalen Überwinterungsraum eine Eintrittsstelle für Pilzerkrankungen sind. Freilich: Sind die Pflanzen zu groß, wird man Wohl oder Übel den einen oder anderen Ast abschneiden.

23. Oktober 2019|Dies & Das|

Vor ein paar Wochen sah mein Rasen ganz perfekt aus, aber jetzt werden die Gräser schon wieder hellgrün bis gelb. Ich hab im März gedüngt – allerdings noch nicht organisch, sondern mit Blaukorn. Was soll ich jetzt machen?

Ein Großteil dieses „Kunstdüngers“ ist bei dem vielen Regen ausgewaschen worden. Ich würde nun sofort mit einem organischen Dünger den Rasen versorgen. Wenn bisher generell nicht biologisch gearbeitet auch einen Bodenaktivator aufbringen. Das belebt den Boden.

30. Mai 2019|Dies & Das|

Warum sollte man eigentlich als Biogärtner keinen Torf verwenden. Ich mische ihn mit Kompost und hatte damit bei den Balkonkisterln gute Erfahrungen und dünge nur biologisch?

Grundsätzlich ist Torf eines der tollsten Substrate für den Gärtner, denn er kann ihn für jede erdenkliche Kultur aufbereiten – mit Kalk, ohne Kalk etc. Aber das Material ist ohne Leben und deshalb nur mit Kunstdünger richtig verwendbar. Oder man mischt mit Kompost. Und dann gibt es die große Naturzerstörung durch den Abbau und den gewaltigen CO2 Ausstoß, der dadurch entsteht. Also besser Kompost, Gartenerde und Sand verwenden.

16. Mai 2019|Dies & Das|

Sind „Hybrid-Sorten“ tatsächlich schlecht? Ich finde die neuen Sorten oft sehr wuchskräftig und auch schmackhaft.

Die sogenannten „F1-Hybriden“ sind Züchtungen, die immer wieder neu gekauft werden müssen, also nicht samenfest sind. Ich finde, als Gärtner sollte man kein Schwarz-Weiß-Denken an den Tag legen. Alte Sorten sind fantastisch, aber auch eine Katastrophe. Und genau so ist es bei den neuen Sorten. Man denke nur an Gurken: Sie waren früher immer an den Enden bitter und hatten viele Kerne. Aktuelle Züchtungen sind bitterfrei und extrem ertragreich.

16. Mai 2019|Dies & Das|

Zu Ostern gibt es immer ein großes Nachbarschaftsfest – das Geschirr war immer aus Plastik zum Wegwerfen. Das wollen wir nun durch ein kompostierbares Einweg-Geschirr ersetzen. Gibt es Erfahrungen damit im Hauskompost?

Das ist sehr schwer zu sagen, weil es mittlerweile so viele unterschiedliche Materialien gibt. Manche lassen sich ganz leicht kompostieren, manche benötigen aber mehr als ein Jahr. In jedem Fall: Gut mit anderem Material bedecken. Kompoststarter einstreuen und gut wässern. Notfalls im kommenden Jahr noch einmal kompostieren.

18. April 2019|Dies & Das|

Wie kann ich besonders schöne Kätzchenweiden vermehren – durch die Samen, die sich einmal an den Kätzchen bilden?

Das würde ich nicht machen, weil dann ungewiss ist, ob wieder dieselben Pflanzen entstehen. Besser ist es, Stecklinge zu schneiden. Abgeschnittene, 20-30 cm lange Äste, zu 2/3 in die Erde stecken und nun im Halbschatten gut feucht halten. Nach einigen Wochen haben sie bewurzelt. Im Herbst an die endgültige Stelle setzen.

18. April 2019|Dies & Das|

Bei uns in der Straße wir Streusplitt statt Salz verwendet. Ich frage mich nun, ob ich diese Steine im Garten zum Streuen der Wege und zum Untermischen in die Erde verwenden darf?

Grundsätzlich könnte man meinen ja – allerdings nicht, wenn dieser Splitt frisch von der Fahrbahn kommt. Er enthält Salz, Gummiabrieb etc. (und gilt eigentlich als Sondermüll). Daher zunächst einige Zeit im Freien dem Regen ausgesetzt lagern und dann erst untermischen.

28. Februar 2019|Dies & Das|

Wir sind gerade ganz eifrig beim Garten planen. Welche immergrüne Hecke würden Sie empfehlen. Thujen mögen wir nicht – die mussten meine Eltern nun nach 30 Jahren für viel Geld entfernen!

Perfekt, dass Sie jetzt im Winter planen und danke, dass Sie keine Thujen setzen wollen. Viele werden erst in Jahren die Probleme bemerken. Ich würde als wirklich immergrüne Hecke eine Eibe wählen – nicht die Säuleneiben, sondern die ganz normale heimische. Die lässt sich am schönsten schneiden.

13. Februar 2019|Dies & Das|

Bei meinen Saatschalen tummeln sich Unmengen an kleinen Mücken. Hab schon Gelbtafeln aufgestellt. Was kann ich noch tun?

Immer dann, wenn man eine Erde mit sehr hohem Kompostanteil verwendet, tauchen diese Trauermücken auf. Einfachste Möglichkeit zum Bekämpfen (neben den Geltafeln) sind die Präparate gegen die Stechmücken, die man in die Wasserfässer gibt. Diese Bazillus turingiensis-Präparate sind absolut ungiftig und werden mit dem Gießwasser verteilt.

13. Februar 2019|Dies & Das|

Sie raten immer, das Nusslaub extra zu kompostieren. Dieses Jahr hat der Sturm alles vermischt. Soll ich nun alles entsorgen oder kann ich es dennoch auf den Komposthaufen geben.

Mischen Sie das Laub gut mit anderen Grünabfällen und streuen Sie Hornspäne ein. Dann wird auch das Nusslaub sehr rasch zu Humus werden. Hat der Nussbaum allerdings eine Pilzerkrankung gehabt, dann würde ich es vorsichtshalber entsorgen um eine Neuinfektion zu verhindern.

8. November 2018|Dies & Das|

Kann man mit Kaffeesatz düngen?

Kaffeesatz ist kein Dünger im herkömmlichen Sinn, aber er ist auf jeden Fall eine Substanz, die einen eher sauren Boden erzeugt. Also bei Heidelbeeren, Rhododendren, etc. kann man ihn ausstreuen. Besser ist es aber generell, solche Reststoffe über den Kompost zuerst zu vererden und dann die Erde zu den Pflanzen geben.

1. November 2018|Dies & Das|

Ich habe meinen Rasen mit viel Pflege gut über den Sommer gebracht. Jetzt ist er sehr schön. Ist es empfehlenswert, jetzt vor dem Winter zu düngen und zu belüften (hab das im Juni gemacht)? Da er sehr dicht ist frage ich mich, ob man vor dem Winter nicht doch ziemlich kurz schneiden soll?

Wenn der Rasen so schön ist, dann würde ich nun nicht mehr belüften. Schnitthöhe: Etwa fünf Zentimeter (bei diesen Temperaturen wird man wohl noch 1-2 x mähen müssen) und unbedingt mit einem organischen Dünger versorgen. Der bleibt bis zum Frühjahr wirkungsvoll.

18. Oktober 2018|Dies & Das|

Bei vielen Sträuchern, die ich letztes Jahr gesetzt habe, sind die Blattränder ganz braun. Soll ich noch mit irgendwas spritzen, damit die Krankheit im kommenden

Nein, jetzt nichts mehr unternehmen, denn mit größter Wahrscheinlichkeit ist es keine Krankheit sondern eine Auswirkung des sehr heißen und trockenen Sommers. Geben Sie nun Kompost und eine dicke Schicht Mulchmaterial zu den Pflanzen. Sollten viele Wühlmäuse im Garten sein, aber erst im Frühjahr mulchen.

5. Oktober 2018|Dies & Das|

Nach dem Mulchen, wie Sie es raten, ist unter meinen Beerensträuchern ein schönerer „Rasen“ als auf der Wiese. Was hab ich falsch gemacht und was soll ich tun?

Offenbar haben Sie, wie viele dieses Jahr, den Rasen im heißen Sommer wenig gemäht. Da hat er dann zu blühen begonnen und Samen angesetzt. In so einem Fall in Zukunft das Schnittgut nicht als Mulch verwenden. Nun den Boden etwas stärker mit Kompost abdecken, dann ersticken die Graspflänzchen.

27. September 2018|Dies & Das|

Mein letztes Jahr neu angelegter Rasen war perfekt. Doch jetzt sieht er aus wie eine „Kräuterbeet“ – alles wächst nur kein Gras. Bei uns war es extrem trocken – ist das die Ursache?

Ja, das ist vermutlich der Grund für den extremen Wildwuchs. Gräser benötigen regelmäßig Feuchtigkeit, vertrocknen sie, dann kommt Sonne auf den Boden und Wildkräuter keimen. Düngen und Gießen – oder sich gemeinsam mit den Bienen über die herrlichen Blüten von kriechendem Günsel & Co freuen. Die Wiese halt nicht mehr barfuß betreten…

26. Juli 2018|Dies & Das|

In meiner Wildrose ist ein Gewächs, das aussieht, wie ein kleines Ei mit einem moosartigen Überzug. Noch nie gesehen – was ist das?

Dieses Gewächs ist das Gelege der Rosengallwespe. Sie legt ihre Eier ab und sofort beginnt die Rose mit einer starken Gewebevermehrung und nach etwa vier bis acht Wochen ist der „Schlafapfel“ fertig. Die Larven überwintern und schlüpfen im Frühjahr. Sie sind nicht problematisch und, wie ich immer sage, „ein Wunder der Natur“. Also nicht abschneiden!

26. Juli 2018|Dies & Das|

Unser Rasen hat nach der Hitze im April und Mai so gelitten. Ist es sinnvoll ihn nun neu mit hitzefesten Grassorten anzulegen?

Grundsätzlich ist der Sommer keine ideale Zeit für eine Neuanlage, weil man in der ersten Phase intensich wässern muss. Besser ist die Neuanlage ab September. Das wichtigste ist die Bodenvorbereitung (Kompost, Sand) und bei der Auswahl der Gräser auf die Bedürfnisse achten. Zier-, Spiel- oder Schattenrasen liefern die jeweils besten Ergebnisse.

18. Juli 2018|Dies & Das|

In meinem Hochbeet hat sich ein ganz grauslicher Pilz breit gemacht. Ist der gefährlich oder was soll ich dagegen machen?

Dieser Schleimpilz tritt offenbar bei dieser feuchtwarmen Witterung vermehrt auf, denn es hat mittlerweile einige Dutzend Anfragen gegeben. Er wird landläufig Hexenbutter genannt und heißt im Fachbegriff gelber Lohpilz.

Ein geniales Lebewesen

Er ist absolut harmlos und tritt im Beet genau so auf, wie auf Rasenflächen und wird meist durch Rindenmulch eingeschleppt. Ein an sich extrem interessantes Lebewesen, das man mit einer Spur von Haferflocken füttern kann, dann kriecht die Hexenbutter dem Futter nach. So kann sie an einen gewünschten Platz geführt werden!

Bei starkem Befall abtragen, nicht auf dem Kompost entsorgen sondern besser in einem abgelegenen Waldstück aussetzen. An den abgetragenen Stellen Kalk streuen oder ein wenig Essig-Salzwasser ausgießen. Besser aber den Pilz beobachten – ist ein ganz geniales Lebewesen.

Hexenbutter oder Lohpilz

Hexenbutter oder Lohpilz

28. Juni 2018|Dies & Das|

Wir haben den Rasen vor vier Wochen neu angelegt und täglich zwei Mal gegossen – jetzt kommen nach dem Mähen braune Flecken. Ein Pilz?

Ja, das ist vermutlich ein Pilz, weil sie falsch gegossen haben. Ab sofort nur noch alle drei bis vier Tage intensiv gießen. Etwa 20 Liter pro Quadratmeter (Regenmesser aufstellen) mit Rasensprenger wässern (wird mindestens zwei Stunden dauern). Dann trocknet der Rasen rasch ab und die Wurzeln gehen in die Tiefe. Nun mit Effektiven Mikroorganismen gießen.

7. Juni 2018|Dies & Das|

Wir wollen den Rasen vertikutieren und absanden, weil er so vermoost und nass ist. Kann ich damit schon beginnen?

Nein, warten Sie! Erst nach dem ersten oder zweiten Mähen wir vertikutiert. Dann haben die Graspflänzchen genug Wurzeln und werden nicht mehr ausgerissen, wenn sie belüften. Sie können aber schon jetzt organisch düngen (nur organisch!), das fördert das Wachstum. In etwa 4 Wochen wird dann vertikutiert.

15. März 2018|Dies & Das|

Kann ich das Kastanienlaub nicht doch irgendwie nutzen? Wegen der Miniermotte heißt es ja, dass man es entsorgen und nicht kompostieren sollte.

Sie könnten folgendes versuchen: Die Blätter mit Effektiven Mikroorganismen (EM) übersprühen und in Müllsäcken dicht gefüllt und zugebunden über den Winter stehen lassen. Bei dieser Art der Kompostierung dürften die Miniermotten nicht überleben. Sicherheitshalber erst gegen Ende Mai als Mulch verwenden, dann sind die Schädlinge sicher abgestorben.

12. Oktober 2017|Dies & Das|

Mein Teich sieht aus wie eine Kloake – nur Algen! Ich fürchte da werden die Goldfische bald zu Grunde gehen. Was soll ich tun?

Ein Biotop im Garten ist kein Goldfischbecken. Die amoniakhaltigen Ausscheidungen der Fische sind Dünger für die Algen, daher dieses überdüngte Wasser mit den Algen-Wucherungen. Fischen Sie alle Algen ab, entfernen sie die Fische und behandeln sie den Teich mit einem Gemisch aus Effektiven Mikroorganismen, Steinmehl und Keramikpulver.

18. Mai 2017|Dies & Das|

Meine Vogelfutteraktion hatte einen großen Erfolg – hunderte Samen gehen auf. Was soll ich tun?

Nicht alles ausreißen – da sind sicherlich wunderbare Sonnenblumen mit dabei! Man erkennt sie im „Babystadium“ an zwei dicken (fetten) Keimblättern. Manchmal sind aber auch viele andere interessante Pflanzen dabei! Hanf aus dem Vogelfutter ist auch meist keine Gefahr. Und so lange er nicht blüht, passiert gar nichts. Wer unsicher ist, vorm Aufblühen entsorgen.

4. Mai 2017|Dies & Das|

Immer wieder passiert es, dass mein herrlicher Efeu, der die Terrassenmauer überzieht, im Frühjahr komplett braune Blätter hat. Ist das eine Krankheit oder fehlt ihm etwas? Es passiert nicht jedes Jahr.

Wenn er kräftig und gesund wächst und nur nach dem Winter die Probleme hat, dann fehlt ihm nichts. Er dürfte durch den Frost Trockenschäden erleiden. Das passiert immer dann, wenn die Erde komplett durchfriert und der Efeu kein Wasser mehr verdunsten kann. Mein Tipp: Viel Laub im Herbst zum Efeu auf die Erde geben und – falls möglich – die Blätter mit Nadelholzreisig vor der Wintersonne schützen.

13. April 2017|Dies & Das|

Ich möchte meine Balkonblumen heuer gezielt in Blumenerde setzen, die keinen Torf enthält. Bisher habe ich die Erde immer selber gemischt und auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Pflanzen abgestimmt. Torf war dabei ein fester Bestandteil. Können Sie mir einige Tipps geben, was ich anstelle von Torf verwenden kann?

Torf ist erst in den letzten 60 bis 70 Jahren zum Standardsubstrat geworden, weil es billig ist und für jeden Zweck passend gedüngt werden kann. Die Nachteile sind aber klar: Natur wird durch den Abbau unwiederbringlich zerstört und im Gartenbau ist es ein Kurzzeithelfer. Daher: Ein Drittel Gartenerde mit einem Drittel Kompost – ideal wäre gut abgelagerter Lauberdekompost – , und einem Drittel Quarzsand mit Kokosfaser oder gut verrottetem Rindenhumus mischen. Hornspäne oder biologischen Dünger einmengen – meh