Auf vielen Stämmen meiner Ziergehölze finde ich einen dichten, watteartigen Belag. Sieht aus wie Kunstschnee aus der Dose. Was ist das und was tun?

Es handelt sich vermutlich um Wollläuse, konkret um die Napfschildlaus. Sie breitet sich stark aus und ist oft auch an der Unterseite von Hortensienblättern zu finden. Mit Rapsölpräparaten besprühen, bei starkem Befall mit schwachem Strahl des Hochdruckreinigers Äste und Stämme [...]

In meinem Hochbeet wimmelt es von ganz dünnen, fadenartigen Würmern. Auf ausgelegten Kartoffeln waren dutzende zu finden. Was tun?

Vermutlich wurde zuviel Kompost eingefüllt, der zu wenig verrottet ist. Die obersten 10 bis 15 cm sollten normale Gartenerde (oder auch Hochbeet-Packungserde) sein. Bei Trockenheit Urgesteinsmehl streuen.

Wir haben einen Obstbaum gepflanzt, nach wenigen Tagen waren Baum und Erde rundherum voll mit Ameisen – was tun?

Zuerst einmal kontrollieren, ob Läuse am Baum sind. Mit Schmierseifenwasser (1 EL auf 1 Liter Wasser) oder Bio-Blattlausmittel bekämpfen. Zimtpulver streuen – das mögen Ameisen nicht. Hilft nur, so lange es nicht regnet oder gegossen wird.

Jetzt hat es meinen Buchs auch erwischt – völlig abgefressen von den Zünsler-Raupen. Ist die Pflanze noch zu retten?

Gerade jetzt im Herbst setzt den Pflanzen ein starker Rückschnitt stark zu. Wahrscheinlich wird er sich bei extrem starken Fraßschäden nicht wirklich erholen. Ich würde ihn gegen ein anderes Gehölz tauschen. Zum Beispiel gegen die Eibe.

An vielen meiner Pflanzen im Garten habe ich Wollläuse entdeckt – Hortensien, Weiki (Kiwi) etc. Soll ich die zurückschneiden? Oder was sonst tun?

Nein keinesfalls schneiden, damit löst man das Problem nicht. Mit einem Biospritzmittel auf Rapsölbasis kann man auch jetzt noch die Tierchen bekämpfen. Allerdings nicht die Eier. Daher im Frühjahr gleich wieder mit so einem ölhaltigen Spritzmittel bekämpfen.

In meinem Gewächshaus ist dieses Jahr zum ersten Mal eine große fette grüne Raupe, die die Tomatenblätter und Früchte frisst. Was ist das und was soll ich tun?

Es handelt sich dabei um die Raupen der Gemüse-Eule, einem Nachtfalter, der die Eier an den Blättern ablegt und die daraus schlüpfenden Raupen fressen sich an den Pflanzen satt. Die Bekämpfung ist einfach: So wie gegen die Raupe des Zünslers [...]

Im Hochbeet wimmelt es nur so an Engerlingen – sind die gefährlich? Einige Pflänzchen sind bis auf den Strunk abgebissen worden. Was tun?

Da sind wahrscheinlich zwei „Besucher“ verantwortlich: Die abgebissenen Pflanzen sind Opfer der Schnecken (oder einer Maulwurfsgrille) und die Engerlinge sind mit großer Wahrscheinlichkeit die Larven des Rosenkäfers. Die fressen nur abgestorbenes Material.

Unsere Hängeblutbuche hat einen extremen Wolllausbefall. Nun sind auch die benachbarten Zitrusbäumchen, sowie die Buchsbaumumrandung meines Gemüsegartens betroffen – was tun? Auf keinen Fall möchte ich ein „giftiges“ Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen.

Ich würde ein auf Raps- oder Sojaöl basierendes Spritzmittel setzen. Damit werden die Atemöffnungen der Tierchen verstopft und sowohl die Eier, als auch die Wollläuse werden vernichtet.

Ich habe eine Maulwurfsgrilleninvasion im Hochbeet. Ich hab zwei Mal und obwohl ich den Salat in Anzuchtbecher pflanze, ist er schon wieder abgefressen.

Maulwurfsgrillen fressen den Salat nicht, sie beißen ihn nur ab, um das Nest, das darunterliegt, durch die Sonne zu erwärmen. Daher sofort dort nachgraben, wo Pflanzen abgebissen wurden und die Nester entfernen. Nematoden-Behandlung mehrmals wiederholen!

An der Blattunterseite von meinen Hortensien sind grausliche weiße, wollige Viecherl. Was tun? Wegwerfen?

Nein! Das sind die Napfschildläuse, die sich dieses Jahr wieder vorzüglich vermehren. Ich ignoriere sie, doch man kann mit einem Biospritzmittel auf Rapsölbasis die Blätter besprühen. Die Tierchen ersticken dann...

… und sie sind doch wieder da – die Schnecken! Alle haben behauptet, nach dem Winter gibt es heuer keine. Doch kaum hat es ein wenig geregnet, fressen sie alles – was tun? Gift?

Ich hab immer vor der voreiligen Freude gewarnt. Schnecken passen sich schnell den Temperaturen an und überleben in tiefen Erdschichten. Ich würde neben Absammeln, Nützlinge fördern (Totholzhaufen für den Igel) und auf das Bio-Schneckenkorn (auf Eisen-III-Basis) setzen.

In meinem Hochbeet waren letztes Jahr „grausliche“ Viecherl. Sie sahen aus wie lange weiße Maden mit hunderten Beinchen. Ich vermute sie haben mir auch meine Pflanzerl angebissen. Was mache ich falsch und was kann ich dagegen tun?

Diese grauslichen Viecher sind eine Art von Tausendfüsslern. Sie kommen normalerweise im Komposthaufen vor und damit scheint schon das Problem klar zu sein. Sie haben zu viel (unreifen) Kompost in der obersten Schicht des Hochbeetes eingefüllt. Daher: Entfernen Sie die [...]