Wir haben eine alte Thujenhecke gerodet und wollen nun dort ein Hochbeet errichten. Dürfen wir das einfach dort aufstellen oder ist in den Wurzeln Gift drinnen?

Das können Sie absolut ohne Sorge machen. Richtig aufbauen – mit Gehölzschnitt, frischem Kompost, abgelagertem Kompost und als oberster Schicht Gartenerde (Hochbeeterde). Dann wird es bald das erste Gemüse geben.

Ich glaube, ich habe es geschafft! Das erste Probegraben im Kompost hat gezeigt, dass ich endlich wirklich schöne Erde habe. Muss ich die noch sieben und wieviel kommt auf die Gemüsebeete?

Gratulation! Kompost ist die Kraftquelle für die Pflanzen! Ich siebe nie, gebe etwa 6-10 Liter pro Quadratmeter auf die Beete, arbeite oberflächlich ein und reche die groben Teile ab. Das war’s und der Regenwurm jubelt!    

Der trockene Sommer hat offenbar meinem Komposthaufen nicht gut getan, denn ein Großteil der Reste befindet sich unverrottet in dem Haufen. Was soll ich tun?

An sich kein Problem. Wenn jetzt im Frühling die Mikroorganismen wieder ihre Arbeit aufnehmen und genügend Feuchtigkeit vorhanden ist, werden die Teile rasch zersetzt. Also einfach liegenlassen und in Zukunft bei Trockenheit gießen.

Bei uns in der Straße wir Streusplitt statt Salz verwendet. Ich frage mich nun, ob ich diese Steine im Garten zum Streuen der Wege und zum Untermischen in die Erde verwenden darf?

Grundsätzlich könnte man meinen ja – allerdings nicht, wenn dieser Splitt frisch von der Fahrbahn kommt. Er enthält Salz, Gummiabrieb etc. (und gilt eigentlich als Sondermüll). Daher zunächst einige Zeit im Freien dem Regen ausgesetzt lagern und dann erst untermischen.

Wir sind gerade ganz eifrig beim Garten planen. Welche immergrüne Hecke würden Sie empfehlen. Thujen mögen wir nicht – die mussten meine Eltern nun nach 30 Jahren für viel Geld entfernen!

Perfekt, dass Sie jetzt im Winter planen und danke, dass Sie keine Thujen setzen wollen. Viele werden erst in Jahren die Probleme bemerken. Ich würde als wirklich immergrüne Hecke eine Eibe wählen – nicht die Säuleneiben, sondern die ganz normale [...]

Ich hab mir erstmals eine LED-Pflanzenleuchte für meine Saatschalen gekauft. Wie lange muss ich die brennen lassen?

Grundsätzlich sagt man, dass 16 Stunden Licht und 8 Stunden Nacht ideal für Pflanzen ist, die unter Kunstlicht gezogen werden. Wichtig ist, dass die Raumtemperatur nicht zu hoch ist. Das Verhältnis sollte passen, sonst werden die Pflanzen lang.

Bei meinen Saatschalen tummeln sich Unmengen an kleinen Mücken. Hab schon Gelbtafeln aufgestellt. Was kann ich noch tun?

Immer dann, wenn man eine Erde mit sehr hohem Kompostanteil verwendet, tauchen diese Trauermücken auf. Einfachste Möglichkeit zum Bekämpfen (neben den Geltafeln) sind die Präparate gegen die Stechmücken, die man in die Wasserfässer gibt. Diese Bazillus turingiensis-Präparate sind absolut ungiftig [...]

Kann ich eigentlich mein Fensterblatt (Monstera) zurückschneiden? Nach dem Umtopfen ist die Pflanze regelrecht im Wachstum explodiert!

Ja, diese ursprüngliche Kletterpflanze des Urwaldes kann man problemlos zurückschneiden. Bester Zeitpunkt ist das Frühjahr. Abgeschnittene Teilstücke einfach einwässern, sie bekommen sofort wieder neue Wurzeln.

Viele der im Herbst gepflanzten Blumenzwiebel schauen schon aus dem Boden heraus. Was soll ich tun?

Viele der Frühlingsblüher halten die winterliche Kälte aus. Dennoch am besten mit Reisig abdecken. Richtig gefährlich sind immer die Kahlfröste, die bei Tulpen den Austrieb abfrieren können.

Zum Gießen meiner Zimmerpflanzen verwende ich eigentlich nur Regenwasser. Jetzt im Winter gibt’s keines, weil die Regentonnen weggeräumt wurden. Die Nachbarin schmilzt Schnee – ist das auch ok?

Frischer Schnee ist im Prinzip wie Regenwasser. Länger liegender Schnee sollte aber nicht verwendet werden, da sich viele Schadstoffe (Ruß etc.) darin sammeln. Besser dann abgestandenes Leitungswasser zum Gießen verwenden.

Sie raten immer, das Nusslaub extra zu kompostieren. Dieses Jahr hat der Sturm alles vermischt. Soll ich nun alles entsorgen oder kann ich es dennoch auf den Komposthaufen geben.

Mischen Sie das Laub gut mit anderen Grünabfällen und streuen Sie Hornspäne ein. Dann wird auch das Nusslaub sehr rasch zu Humus werden. Hat der Nussbaum allerdings eine Pilzerkrankung gehabt, dann würde ich es vorsichtshalber entsorgen um eine Neuinfektion zu [...]

Beim Kompost verteilen lese ich immer Unterschiedliches. Manchmal heißt es, man soll ihn erst im Frühjahr verteilen. Sie raten, ihn im Herbst auszubringen – warum?

Ganz einfach: Im Frühjahr ist der Kompost oft noch gefroren und die Zwiebelblumen treiben in den Beeten schon aus. Im Gemüsegarten dagegen wird der Kompost immer erst im Frühjahr ausgebracht und oberflächlich eingearbeitet.