Rettet die Zwiebeln
admin2012-10-11T20:18:15+02:00Als einer, der so viel in der Öffentlichkeit steht, wie ich, bekommt natürlich die Wünsche und Anliegen von Vielen vorgebracht. Da kam vor einigen Monaten der Wunsch aus der Steiermark:
Als einer, der so viel in der Öffentlichkeit steht, wie ich, bekommt natürlich die Wünsche und Anliegen von Vielen vorgebracht. Da kam vor einigen Monaten der Wunsch aus der Steiermark:
Männer lieben Gartengeräte – das kann ich auch aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Es ist schon faszinierend, was Technik alles möglich macht: die neuen automatischen Rasenmäher, die sich wie von Geisterhand gesteuert den Weg durch den Garten suchen und Tag für Tag das Gras an allen Ecken und Enden auf der richtigen Höhe halten.
An dieser Stelle habe ich schon mehrmals auf die Verwirrungen unserer Sprache mit der unserer deutschen Nachbarn hingewiesen. Dieser Tage war ich zur Präsentation meines Buches bei einem der schönsten deutschen Gartenfestivals eingeladen – in Illertissen, südlich von Ulm gelegen.
„Sie kommen als Freunde und gehen als Feinde!“ Dieses Zitat eines Gartenbesitzers bei der Aufzeichnung einer „Natur im Garten“-TV-Sendung für die Herbststaffel hat es auf den Punkt gebracht: Garteln ist weiblich! Wie das, wenn ausgerechnet der Interviewpartner ein „männlicher“ Gärtner ist...
Es gibt sie, die guten alten Tipps! Das erlebe ich in diesen Tagen besonders intensiv, denn zur Zeit sammle ich Gartentipps der Österreicher, die dann im kommenden Frühjahr als ganz neues Buch erscheinen werden. Kaum zu glauben, was da alles an gärtnerischem Wissen vorhanden ist.
Wer in diesen Tagen in die Gärtnereien oder Gartencenter kommt, der sieht bereits den Frühling. Die Regale und Körbe füllen sich mit den Blumenzwiebeln, die im Herbst gepflanzt einen bunten Start ins neue Gartenjahr garantieren.
Es gibt ja die unmöglichsten Geschichten von denen alle behaupten sie seien tatsächlich passiert, weil ja ein Bekannter der Großcousine, das erzählt habe. "Die Spinne in der Yuccapalme", war nicht nur eine solche moderne Sage, sondern auch der Titel eines Buches, das gleich eine Vielzahl von solchen Märchen auflistet.
Mit dem Duft verbindet jeder Mensch ganz besondere Erinnerungen. Der erste Frühlingstag mit seinem frischen Geruch der wiedererwachenden Natur, das betörende Parfum der Rosen an einem Frühsommertag und der Herbsttag, der mit dem modrigen Geruch das Ende des Gartenjahres einläutet.
Im Zeitalter der digitalen Fotografie sind Reiseerinnerungen sofort verfügbar. Tagsüber wird geknipst, was das Zeug hält und am Abend im Hotelzimmer wird schon sortiert, gelöscht oder sogar am Laptop bearbeitet.
Minzen hatten es mir vor einigen Jahren angetan. Ein Sammler aus dem Kremstal versorgte mich mit Pflanzen und Stecklingen, Reisen nach England füllten die Koffer und so wurde der Minzhügel schon im ersten Jahr herrlich bepflanzt. Ganz nach Vorschrift setzte ich die Minzen in Töpfe – allerdings, und das war der Fehler – in viel zu kleine.
Fast 150 Sendungen „Natur im Garten“ habe ich bereits präsentieren dürfen. Für mich ist das eine ganz großartige Chance, denn damit komme ich mit so vielen Gartenliebhabern zusammen und sehe so viele Gärten, wie kaum jemand in Österreich.
Das Team – vom Kameramann bis zur guten „Kleider“-Fee – ist mittlerweile zusammengeschweißt und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Von meiner Pflanzen-Sammelleidenschaft habe ich an dieser Stelle von mehrfach erzählt. Dass sich in unserer Ehe zwei getroffen haben, die ähnliche Vorlieben haben, kann kein Zufall sein. Meine Ulli sammelt keine Pflanzen, dafür mit großer Leidenschaft „alles Alte“.