Gartenarbeiten im Winter.

Garteln im Takt der Natur 6/2020

Wir sind, auch wenn wir es nicht glauben wollen, eigentlich schon im Vorfrühling, denn vielerorts blühen die Schneeglöckchen. Dennoch sollen wir uns nicht täuschen lassen und beim Garteln sehr zurückhaltend sein. Einige Dinge können Sie jetzt schon erledigen, hier eine [...]

Dezember

Intelligent Faulenzen

heißt an die vielen Helfer im Garten zu denken: Daher werden bei mir die kleinen, gefiederten Läusevertilger verwöhnt – die Singvögel. Als Dank für die perfekte Arbeit im zu Ende gehenden Jahr. Futterkästen werden am geschicktesten in der Nähe des Eingangs oder der Terrassentür aufgestellt – möglichst hoch genug und so geschickt geschützt, dass die Katzen nicht herankommen. Achten Sie beim Kauf des Futterhauses auf ein Modell mit Vorratsbehälter, so muss man wirklich nur alle paar Wochen die Körner nachfüllen.

Februar

So mancher Februar-Tag ist ein richtiger Gartentag: Sonne, Trocken und kaum Frost. Das ideale Wetter um Kompost zu verteilen. Die Erde im Komposthaufen ist meistens nicht gefroren und lässt sich so ganz leicht schaufeln. Unter der Hecke, bei den Rosen, im Staudenbeet und natürlich auch im Gemüsegarten, wer einen hat, kann der Kompost etwa drei bis vier Zentimeter stark aufgetragen werden. Die frühe Arbeit macht es ziemlich bequem, denn im „wirklichen“ Frühjahr, stecken im Blumengarten bereits die Zwiebelblumen die Köpfchen heraus und müssen mühsam geschützt werden. Vergessen Sie die Ratschläge, die besagen, dass Kompost zuerst gesiebt werden muss. Die wenigen Äste und Astteile stören überhaupt nicht. Im Gegenteil: das Bodenleben wird durch solche organischen Substanzen ganz kräftig in Schwung gebracht.

Jänner

Wenn’s draußen klirrend kalt ist – dann bleibt der bequeme Gärtner gemütlich beim Kachelofen. Wenn aber die Wintersonne, die Quecksilbersäule auf  Temperaturen über 0 Grad treibt, dann geht es hinaus in den Garten. Jetzt ist die ideale Zeit um alte Äste herausschneiden und damit Luft und Licht in die Sträucher bringen. Die knorrigen Äste sollen etwa 4-6 Jahre alt sein und bodeneben abgeschnitten werden. Entweder mit einer stabilen Astschere oder mit einer kleinen Astsäge. Die kleineren Äste werden ungehäckselt auf den Komposthaufen gegeben, die stärkeren Aststücke können entweder gehäckselt und als selbstgemachter Mulch verwendet werden. Oder – für ganz Faule mit einem großen Garten: einen Totholzhaufen anlegen. Das Holz vermodert und gibt vielen Nützlingen Lebensraum.