Es ist doch jedes Jahr eine spannende Sache. Kaum werden die Tage länger, die Sonne kräftiger und der Schnee – so einer da war – schmilzt, dann dauert es übertrieben gesagt nur ein paar Stunden und die ersten grünen Spitzen zeigen sich. Diesmal waren, so wie in den letzten Jahren auch, die Schneeglöckchen die Sieger. Wobei es nicht ganz fair ist, denn die, die das Rennen machten, sind spezielle Sorten, die besonders früh blühen. In England oft schon im November.

Lässt man diese „gedopten“ Snowdrops weg, dann sind es die Vorfrühlingsalpenveilchen gewesen, die ihre Blüten als erste bei mir im Garten öffneten. Die geschützte Stelle unter einer großen, nun schon gut 30 Jahre alten Haselnuss ist ein idealer Platz für diese Frühjahrsblüher. Wie schon mehrmals erwähnt, sollte man dieses Alpenveilchen mit botanischem Namen Cylamen coum unbedingt in den Garten holen, weil es so früh ein herrlicher Farbklecks ist. Aber auch die kleinen Iris sind ein Wunder der Natur. Ich hab sie in Töpfe gepflanzt, im gut eingepackten Mistbeet überwintert und am ersten gefühlten Frühlingstag abgedeckt. Drei Tage später (!) waren die Blüten offen. Das ist die unbändige Kraft der Natur, die uns Jahr für Jahr überrascht.

Narzissen

Narzissen

Es wird nicht lange dauern, dann werden die kleinen Spitzen der Narzissen wieder stattliche große Blätter sein und mit den goldgelben Blüten unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Übrigens: Für eines ist es dann zu spät – fürs Düngen. Das sollte bereits in den nächsten Tagen erfolgen, denn nur dann gibt’s auch im kommenden Jahr dieses überwältigende Erwachen der Natur.