Gartenreisen bieten immer wieder einzigartige Erlebnisse. Zuletzt war die Normandie das Ziel. Mit dabei natürlich der Garten von Claude Monet in Giverny – ein blühendes Spektakle im wörtlichen Sinn. Immerhin besuchen an einem Tag rund 2.500 Gäste das einstige Reich des Impressionisten. 600.000 sind es zwischen April und November.
Ein Garten ohne jede Grasfläche
Oder ein 25.000 Quadratmeter großer Garten, der zum Beginn die Afrikanischen Schmucklilien zum Schwerpunkt hatte, aber nun ein Garten voller Überraschungen ist und ohne jede Grasfläche auskommt. Auf Sand durchstreift man den Paradiesgarten. Und weil der Besitzer keine Ebenen Flächen mag, ließ er (bitte festhalten) 1.000 Lkw-Ladungen Material ankarren, um eine Berg- und Tallandschaft zu gestalten. Und dann – leider nicht live erlebt – eine sanfte Gartenbeleuchtung mit 800 Lampen, die Sternen und Mondlicht imitieren und so die Insekten nicht irritieren. Mit Champagner wird hier dann gefeiert – immerhin ist man in Frankreich.
Und dann ein (ziemlich großes) Stück britisches Gartenglück auf Normandie-Boden: Gertrude Jekyll und Edwin Lutyens haben es 1898 im Stil der Arts and Crafts-Bewegung gestaltet. Es ist ganz im Privatbesitz und nur selten zu besuchen. 120.000 Quadratmeter groß mit einem weißen Garten, gewaltigen Staudenbeeten und einem einzigartigen Labyrinth im ummauerten Garten aus Beerensträuchern. Und dann der Park! Voller gewaltiger Bäume (teilweise mit Moos statt Rasen) mit Blickachsen und schließlich dem Blick aufs Meer bis zu dessen Ufern die Anlage reicht.
Man kann nur staunen oder ganz einfach sagen: Hier lebt man wie ein Garten-Gott in Frankreich.
