Bei meinem Birnbaum sind auf fast allen Blättern rote Punkte und Gewächse – was ist das und was soll ich machen?

Es ist der Birnengitterrost, der den Baum heimgesucht hat. Eigentlich ist diese Pilzkrankheit kaum zu verhindern. Jetzt muss man gar nichts machen, im Frühjahr ab dem Knospenschwellen mehrmals mit Schachtelhalmextrakt spritzen. Der Pilz wandert im Winter auf einen Wacholder (im Umkreis von 200 – 300 Meter) und kommt im Frühjahr zurück. Für vitale Bäume meist kein Problem.

Ich habe mein Liebstöckl zurückgeschnitten und er treibt jetzt wieder aus – jedoch hat er auf den Stängeln und den Blättern so eigenartige braune „Geschwüre“. Verwendbar und was ist das?

Das Liebstöckl hat eine Pilzerkrankung. Benetzen Sie die Blätter mit Wasser und überstäuben Sie sie mit Urgesteinsmehl. Abwechselnd mit Schachtelhalmextrakt wird das die Blätter stärken. Befallene Teile nicht verwenden!

Die Blätter vom Phlox haben einen weißen Belag, was ist der Grund und was kann ich tun?

Die feuchtwarme Witterung begünstig heuer alle Pilzkrankheiten. Mehltau (der „Schönwetterpilz“) tritt deshalb extrem stark auf. Übersprühen sie die betroffenen Pflanzen (z.B. auch Rosen) immer wieder mit Schachtelhalmextrakt. Die Kieselsäure stärkt das Blatt. Auch EM (Effektive Mikroorganismen) haben sich bewährt.

Einige Rosen haben jetzt schon Mehltau – soll ich die Triebe abschneiden?

Besonders arg befallene Triebe abschneiden und vor allem immer wieder mit Schachtelhalmextrakt sprühen. Den gibt’s fertig in den Gartencentern oder im Internet (www.biohelp.at)

Im Garten ist alles voll Erdholler – was gibt es dagegen?

„Essen!“, sag ich mit Augenzwinkern – die jungen Blätter schmecken im Salat gut. Ansonsten: Unter Sträuchern (Ribisel z.B.) mit Kompost die Flächen bedecken, dicken Karton auflegen und mit Rindenmulch abdecken. Giersch erstickt und Wurzeln lassen sich im lockeren Erdreich leicht entfernen. Mehr dazu auch unter Giersch - Erdholler erobert den Garten.

Ich hab’ ein Problem mit meinen Zwiebeln. Die werden jedes Jahr vom Mehltau befallen. Gibt’s etwas dagegen?

Das einzig Wirksame, das ich als biologischer Gärtner empfehlen kann, ist, Zwiebel nicht zu schnell nachzubauen. Das gilt übrigens auch für Lauch und Knoblauch – da sollte man der Erde immer vier bis sechs Jahre Pause gönnen. Den Mehltau kann man aber auch mit Schachtelhalmtee bekämpfen.

Meine Erdbeerblätter sind voll mit braunen Punkten und sehen ziemlich krank aus – ausreißen?

Nicht ausreißen, sondern abschneiden. Alle ein Mal tragenden Erdbeeren werden an sich gleich nach der Ernte komplett zurückgeschnitten, mit Kompost versorgt und gedüngt. Dann treiben sie durch – mit gesunden Blättern. Nach drei Jahren sollte aber das Erdbeerbeet neu angelegt werden.

Meine Paradeiser haben genau gegenüber dem Stängel einen großen braunen Fleck, welche Krankheit ist das?

Das ist die sogenannte Blütenendfäule und ist keine Krankheit im herkömmlichen Sinn. Es ist ein Calcium-Mangel, der immer dann ausgelöst wird, wenn die Pflanze zu wenig Wasser hat und dieses Mineral nicht transportieren kann. Tritt bei Temperaturen jenseits der 30 Grad häufig auf. Gut gießen, wird mit kühlerem Wetter nicht mehr auftreten. Frucht bleibt genießbar, man muss nur die braune Stelle ausschneiden.

Soll ich jetzt schon die Blätter bei den Tomaten abzwicken, damit sie nicht krank werden?

Entfernt man die Blätter, dann kann eine Pflanze nicht mehr wachsen, sie liefern die Energie! Nur die kranken Teile entfernen. Urgesteinsmehl als Pilzvorbeugung aufstreuen.

Warum haben meine Tomaten heuer braune Flecken direkt gegenüber dem Stängel – ist das Braunfäule?

Es war nicht die Kraut- oder Braunfäule, sondern der sogenannte Blütenendfäule. Das ist keine wirkliche Krankheit, sondern ein physiologisches Problem – ausgelöst durch Kalziummangel. Tritt immer dann auf, wenn es zu heiß ist. Man kann eigentlich nichts machen.

Der viele Regen ließ die Pilzkrankheiten bei den Rosen explodieren. Mit der Hitze (und der hohen Luftfeuchtigkeit) kam dann auch noch der Mehltau. Was tun, damit es nächstes Jahr besser wird?

Zinnkrauttee (Schachtelhalmextrakt) ab dem Knospenschwellen mehrmals über die Rosen sprühen. Das stärkt die Blattoberfläche und macht sie beinahe unangreifbar für Pilzerkrankungen (Sternrußtau, Rosenrost und Mehltau).

Was tun bei Buchsbaumzünsler und dem Buchsbaumpilz?

Ab Beginn des Wachstums die Büsche regelmäßig kontrollieren ob die Raupen schon auftauchen. Xentari ist als biologisches Mittel hervorragend für die Bekämpfung geeignet. Den Pilz bekämpft man mit Schachtelhalmextrakt – leider nur bedingt erfolgreich.