Rosen, die offenbar immerwährende „Königinnen“ unter den Gartenpflanzen, erleben einmal mehr eine Renaissance in Gärten. Nach ein paar flauen Jahren, was den Verkauf betrifft, scheint sich die Liebe zu den Rosen wieder zu steigern. Bevor der Juni, der Rosenmonat, ins Land zieht, gibt’s ein paar Tipps, denn moderne Sorten überzeugen durch Schönheit, Widerstandsfähigkeit und einfache Pflege.
- Rosen im Trend: Die Vielfalt und Lebendigkeit von Rosen bringen Farbe, Duft und Romantik in den Garten oder auf den Balkon. Rosen mit offenen, ungefüllten Blüten bieten Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und vielen anderen Insekten reichlich Nahrung. So wird aktiv die Biodiversität gefördert. Ganz wichtig: der Duft!
- Der ideale Standort: Ein sonniger Platz mit guter Luftzirkulation und humosem, lockerem, durchlässigem Boden aber mit hohem Lehmanteil ist optimal. Staunässe vermeiden. Ein Abstand zu anderen Pflanzen kann Krankheiten vorbeugen. Kompost, gut abgelagerter Mist oder spezielle organische Rosendünger bieten nachhaltige Nährstoffversorgung und fördern das Bodenleben.
- Natürliche Schädlingsbekämpfung: Blattläuse und andere Schädlinge lassen sich durch Nützlinge wie Marienkäfer (Unterschlupf schaffen – im Herbst das Laub unter Bäumen liegen lassen!) oder pflanzenstärkende Mittel auf natürlichem Wege fernhalten. Perfekt wirkende Biomittel: Orangenöl (hat dzt. nur Compo ‚Prev-am‘) wirkt gegen saugende Insekten auf natürliche Weise und ist für Mensch und Tier unbedenklich – einige Sprühstöße genügen meist. Ist nun auch amtlich getestet als Pilzbekämpfungsmittel. Vulkangesteinsmehl (‚Chabasit‘ oder ‚Pflanzen-Vital‘ von Lithos) stärkt die Widerstandskraft. Kann auf die Blätter gestäubt oder ins Gießwasser gemischt werden. Ebenfalls stärkend wirkt Lecithin vor Pilzbefall wie Mehltau oder Sternrußtau. Regelmäßiges Sprühen auf das Laub stärkt die Zellstruktur und minimiert das Risiko von Krankheiten.
- Beliebte Rosensorten für naturnahe Gärten:
Bequeme Beetrosen
- Heidetraum (1990, Kordes) Rosa, bodendeckend, Dauerblüher Juni-Oktober.
- Larissa (2008, Kordes) Zartrosa, gefüllt, sehr gesund. Blüht bis zum Frost. Kaum Sternrußtau.
- Bienenweide Rot (2013, Tantau) Halbgefüllt, insektenfreundlich, extrem robust. Auch als „City of London“ bekannt.
- Planten un Blomen – (2004, Kordes) Kräftig rosa, selbstreinigend. Name von Hamburgs Park. Stadtklima-tauglich.
Robuste Strauchrosen
- Westerland – (1974, Kordes) Orange-apricot, Duft, 150 cm. Uralt, aber immer noch Top. Verträgt Hitze und Regen.
- Angela – (1980, Kordes Rosa), Büschel, 120 cm. Blüht überreich, gesund. Klassische Bauerngarten-Rose.
- Roter Korsar – (2004, Noack) Blutrot, halbgefüllt, 120 cm. Sehr frosthart, mehltauresistent.
- Uetersens Rosenkönigin – (2011, Tantau) Lachsrosa, nostalgisch gefüllt, 140 cm. Starker Duft + Gesundheit.
Und wer generell auf robuste und blühfreudige Rosen steht, der kann dem Logo „ADR“ vertrauen. Derzeit entsprechen 164 Sorten den strengen Kriterien (www.adr-rose.de)




