Der Buchs war lange der Klassiker für Einfassungen, Kugeln und Formschnitt. Doch Buchsbaumzünsler und Pilzkrankheiten haben vielen Gärtnerinnen und Gärtnern die Freude verdorben. Mit dem Biomittel Xentari kann die lästige Raupe zwar im Zaum gehalten werden, aber man muss das ganze Jahr über dahinter sein. Auch den Pilz kann man gut mit Biomitteln, wie Schachtelhalmextrakt, Effektiven Mikroorganismen oder Komposttee sehr gut verhindern. Aber auch hier gilt: Immer wieder sprühen…

So ist der Buchs, trotz seiner früheren großen Beliebtheit in Ungnade gefallen. Zum Glück gibt es mehrere Pflanzen, die ähnlich dicht und schnittverträglich wachsen – aber je nach Standort ganz unterschiedliche Stärken haben.

  1. Gamander (Teucrium chamaedrys)

Gamander ist die charmante, etwas wildere Alternative zum Buchs. Er passt besonders gut in sonnige, naturnahe oder mediterran wirkende Gärten. Mit seinem niedrigen, dichten Wuchs eignet er sich gut für Beeteinfassungen, und im Sommer bringt er sogar kleine rosaviolette Blüten mit. Pflege:Wenig Aufwand, nur gelegentlich zurückschneiden; Staunässe unbedingt vermeiden. Bodenansprüche: durchlässig, eher mager, gern kalkhaltig, trocken bis frisch. Frostfestigkeit: gut winterhart

  1. Japanische Stechpalme (Ilex crenata)

Wenn es eine Pflanze gibt, die dem Buchs optisch besonders nahekommt, dann ist es Ilex crenata. Die kleinen, glänzenden Blätter wirken sehr ähnlich, und auch Kugeln, Kegel oder niedrige Hecken lassen sich damit elegant gestalten. Pflege: Regelmäßig wässern, vor allem in Trockenperioden und im Kübel; 1 bis 2 Schnitte pro Jahr halten die Form. Bodenansprüche: humos, locker, durchlässig und eher schwach sauer bis sauer; kalkreiche Böden sind ungünstig. Frostfestigkeit: in der Regel winterhart bis etwa -20 °C, im Garten zuverlässig, im Kübel aber etwas empfindlicher.

  1. Eibe (Taxus baccata)

Die Eibe (besonders „Renkes Kleiner Grüner“) ist die robuste, langlebige Lösung für alle, die einen sehr zuverlässigen Buchs-Ersatz suchen. Sie verträgt Schnitt hervorragend, wächst dicht und bleibt auch im Winter attraktiv. Besonders für Kugeln, Formen und kleine Hecken ist sie sehr wertvoll. Pflege: Ausgesprochen pflegeleicht, nach dem Anwachsen recht genügsam; Rückschnitt gut verträglich. Bodenansprüche: durchlässig, keine Staunässe. Sehr frosthart! Wichtig: Alle Pflanzenteile außer dem roten Samenmantel sind giftig.

  1. Immergrüne Heckenkirsche (Lonicera nitida)

Sie wächst dichter und zügiger als der Buchs und lässt sich sehr gut in niedrige Hecken oder kleine Formen schneiden. Gerade wenn rasch wieder Struktur in den Garten kommen soll, ist sie eine gute Wahl. Pflege: Regelmäßig schneiden, damit sie kompakt bleibt; im ersten Jahr gut wässern, später recht pflegeleicht. Bodenansprüche: humos, nährstoffreich und gut durchlässig, insgesamt aber anpassungsfähig; Sonne bis Halbschatten. Frostfestigkeit: nicht ganz winterhart.

  1. Bloombux (Rhododendron micranthum)

Der Bloombux ist ein moderner Buchs-Ersatz, der wie ein kleiner, immergrüner Formstrauch wirkt, botanisch aber ein Rhododendron ist. Er wächst kompakt, ist gut schnittverträglich. Dazu kommt im Mai oder Juni eine hübsche rosa bis magentafarbene Blüte. Pflege: Gleich nach der Blüte schneiden, damit sich Knospen für das nächste Jahr bilden. Bei Trockenheit gießen. Im Gegensatz zu vielen Rhododendren kommt Bloombux auch mit leicht kalkhaltigen Gartenböden zurecht. Frostfest bis etwa -20 Grad.

  1. BetterBuxus

Der BetterBuxus ist ein verbesserter Buchs aus niederländisch-belgischer Selektion. Er gilt als widerstandsfähig gegen den gefürchteten Buchsbaumpilz Calonectria (früher Cylindrocladium) und wird auch vom Zünsler offenbar weniger gern befallen. Pflege: Sonnig bis halbschattig pflanzen, gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden und im Frühjahr organisch düngen. Geschnitten wird ein- bis zweimal jährlich, am besten an einem bedeckten Tag. Trotzdem regelmäßig auf Raupen kontrollieren.