Die Sehnsucht nach Sonne und Wärme ist bei mir diesmal besonders intensiv. Zu lange hat der Winter gedauert, zu lange musste der Garten ohne mich sein. Und dann, vor einer Woche war es endlich so weit: Die ersten Amseln pfeifen und beim Zeitungholen am Morgen roch es endlich nach Frühling. Die hunderten Schneeglöckchen, die schon seit Wochen versuchen, ihre ganze Schönheit zu zeigen, atmen förmlich durch – endlich sind Schnee, Eis und Kälte vorbei. Jedenfalls vorerst.
Der Lenz ist nicht mehr aufzuhalten
Und auch sonst spürt man im ganzen Garten das Frühlingserwachen. Die Mahonie („Wintergold“) öffnet die ersten Blüten – um Wochen später, als in den letzten Jahren. Die Duftheckenkirsche – sonst schon im Jänner mit ersten Blüten – beginnt ihren duftenden Auftritt und zur Freude der „Küchenchefin“ die ersten Bärlauchspitzen zeigen sich auch schon. Dann riecht es tatsächlich nach Frühling. Auch in der Küche.
Apropos riechen. In meinem Gewächshaus blühen schon seit Jänner die Mimosen und die vorgezogenen Hyazinthen. Die kommen nun vor die Haustür, denn da ist der Frühlingsgruß besonders wichtig. Auch wenn der kühle Wind noch ums Hauseck bläst – der Lenz ist nicht mehr aufzuhalten.
Nichts übereilen
Ach ja: und gegartelt wird auch, allerdings im Slow-Motion Stil. Nichts übereilen, erst den Boden abtrocknen lassen und genau schauen was wo wächst. Die „vergrabenen Schätze“, wie die Briten die Zwiebelblumen nennen, kommen erst heraus und würden leicht beschädigt, wenn man zu forsch ans Aufräumen geht.
