Für Gartlerinnen und Gartler waren die letzten Monate eine Durststrecke: wenig Sonne, Frost, Schnee aber insgesamt doch wenig Niederschläge – ein außergewöhnlicher Winter im Vergleich zu den letzten Jahren. „Genau dieses graue, trübe Wetter macht Lust auf Garten“, waren sich die Aussteller bei der internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen in Nordrhein-Westfahlen einig.
Und das sind die Trends für 2026
Absolute Nummer 1 ist nach wie vor die Hortensie. Die neuen Hortensien, die nicht höher als 30 bis 40 cm werden, sorgten schon letztes Jahr für Furore. Dieses Jahr tauchen die Bodendecker-Hortensien neben der traditionellen cremefarbigen Blüte auch in grün und rot bei vielen Züchtern auf. Der große Vorteil: Man muss sich keine Sorgen um die Blüten machen, denn dieses robuste Gehölz blüht auf den einjährigen Trieben. Vier Pflanzen pro Quadratmeter machen den Boden dicht.
Ungebrochen ist auch die Liebe für Lenzrosen: Vorreiter in Sachen Schneerosen ist nach wie vor der deutsche Züchter Heuger. Die Palette reicht vom Spätherbst über den Winter („Christrosen“) bis hin zu den im Frühling blühenden Exemplaren („Lenzrosen“). Besonders eindrucksvoll sind neuerdings tiefschwarze Blüten, was generell im Pflanzenreich selten ist.
Bei den Gehölzen sorgt ein Eukalyptus-Judasbaum für großes Interesse: Dieses Gehölz vereint gleich mehrere Vorteile: Zunächst einmal liebt es trockene, gut durchlässige Böden und ist damit für die Hitzewellen, die immer häufiger werden, bestens geeignet. Dann überrascht es im zeitigen Frühling, vor dem Blattaustrieb, mit tausenden kleinen, wolkenähnlichen pinken Blüten. Und im Sommer sorgt das blaugraue Laub für einen Hingucker – viele meinen, es sei ein Eukalyptusbaum, tatsächlich ist es aber die neue Sorte „Blue Lagoon“ von Cercis griffithii. Auch Herzblatt genannt, weil seine Blätter herzförmig sind.
Neues zum Essen
Drei Blätter in eine Tasse gelegt und mit heißem Wasser aufgegossen – fertig ist die Hühnersuppe. Die Firma „blu“ hat diese Pflanze als „Suppenliebe“ (Cordia verbenacea) dieses Jahr ins Programm aufgenommen, nachdem es bei einigen Spezialisten im Vorjahr schon zu sehen war. Die Pflanze ist mehrjährig, aber nicht winterhart. Als Zierpflanze kennt man sie, aber als Naschfrucht.
Die sogenannte Baumfuchsie (Fuchsia arborescens) bietet beides. Blüten, die einem Flieder sehr ähnlich sind und später dann Beeren, die mit ihrer violett-roten Farbe an Heidelbeeren erinnern. Vom Geschmack auch gar nicht so weit entfernt. Diese Fuchsie blüht im Sommer, ist nicht winterhart, aber mehrjährig.
Bei den Amaryllis gibt es neue Sorten, die im Sommer im Garten blühen. Eine echte „Großmutterpflanze“ erlebt eine ungeheure Renaissance. Die Buntnessel gibt es in schier unendlich vielen Sorten und die Zimmerpflanzen stehen – vor allem bei der Jugend – hoch im Kurs.
Unter dem Motto „gib dem Kapsel-Kaffee eine 2. Chance“ hat sich ein Salzburger Erdenproduzent Gedanken gemacht, wie man den Kaffeesatz verwerten kann. Gemischt mit Biokompost, organischem Dünger und pelletiert ist diese Kaffee-Erde für alle Balkon- und Zimmergärtner in der Stadt ideal. Sie ist leicht zu transportieren, muss nur mit Wasser versetzt werden und schon quillt die Erde auf – fertig zum Pflanzen.













