So sieht mein Urlaub im Garten aus: 6.00 Uhr früh aufstehen und auf geht’s zum Gießen. Die vielen Topfpflanzen benötigen einfach Wasser. Rasen und Blumenbeete müssen ohne auskommen. Nur wenn ein alter Blütenstrauch die Blätter hängen lässt, bekommt er ein wenig Wasser. Alles mit einem schlechten Gewissen. Nachrichten zeigen uns tagtäglich Bilder von brennenden Wäldern, sinkenden Grundwasserspiegeln und ausgetrockneten Flüssen. Daher ruf ich bei der Wassergenossenschaft an, ob ich noch gießen kann. „Der niedrigste Grundwasserstand seit Bestehen, aber bei gleicher Trockenheit noch Vorräte wie vor zwei Jahre“! Dennoch heißt es sparsam umgehen, wenn beim Attersee 50 cm und mehr fehlen ist das alles ziemlich erschreckend.
Gegen 7.30 Uhr sind alle Pflanzen gegossen, das Glashaus schattiert und ein neuer Hitzetag kann kommen. Im Schatten eines Baumes wird dann gefrühstückt. Eine Stimmung wie in unserer Studentenzeit bei unseren Urlauben in Griechenland kommt auf. 25 Grad schon am Morgen – einfach verrückt. In meiner Jugend freuten wir uns, wenn es am Attersee mal eine ganze Woche schön war und das Wasser 20 Grad hatte. Heute pritscheln wir bei 25 Grad.
Der Tag geht zu Ende, ein paar Topfblumen lassen schon wieder die Blätter hängen. Sie bekommen gleich ein wenig Wasser mit der Gießkanne. Gegossen wird dann wieder am Morgen – da müssen auch die Gemüsebeete was abbekommen. Der Kohlrabi wird schon welk. Aber ich bin ja Zuhause, also ist Zeit für die Rettung der Pflanzen.