Garteln ohne Garten, geht das? – Eine in diesen Tagen oft gestellte Frage, die aber ganz leicht zu beantworten ist: Kein Problem. Egal, wo ich gegärtnert habe: Überall war es möglich und vor allem auch lohnenswert. Nicht nur der Ernte wegen, sondern auch wegen der Freude am Wachsen und Gedeihen. Wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel.
Der spannendste meiner Gärten lag vor vielen Jahren im 4. Stock einer Mietwohnung mitten in der Großstadt. Ohne Lift! Auf einem Balkon mit nur 1,5 Quadratmetern! Ein grüner Dschungel, der meine grüne Oase war.
Tomaten, Zucchini, Stangenbohne & Co
Garteln ohne Garten war angesagt: mit Tomate und Zucchini. Stangenbohnen als Spalier zum Nachbarn, Kräuterkisterl und sogar einem Orangenbaum. Dieser Garten in luftiger Höhe ist für mich immer das Argument, wenn Besucher nun in meinen 2.500 Quadratmeter großen Garten kommen und meinen „hier sei ja alles möglich“. Stimmt – aber auf kleiner Fläche genauso.
Man braucht nur ein wenig Geduld und Gelassenheit, ein paar Gefäße, Erde und Saatgut.
Mein absoluter Favorit ist übrigens die Kapuzinerkresse, die ich in vielen verschiedenen Sorten noch heute aussäe und die Blüten und Blätter im Salat verwenden. So ergänzen sich Nutzen und Zierde zu einem bunten Ganzen. Den Garten Eden gibt es – auch ganz ohne Garten!



