Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Frühsommer-Früchten. Durchschnittlich essen die Österreicher 3,5 Kilogramm pro Kopf. Viele stammen von den heimischen Produzenten, aber gar nicht so wenige werden im eigenen Garten oder sogar am Balkon kultiviert. Hier die zehn wichtigsten Regeln für eine erfolgreiche Ernte.

  • Der Standort: Erdbeeren benötigen einen vollsonnigen Standort, um ihr volles Aroma und eine möglichst hohe Ertragsmenge entwickeln zu können. Ein leicht windgeschützter Platz fördert zudem die Gesundheit der Pflanzen.
  • Der Boden: Optimal ist ein lockerer, humusreicher und gut durchlüfteter Boden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da dies die Wurzeln schädigen und Krankheiten begünstigen kann. Daher Kompost, Gartenfasern, Sand und organischen Dünger einarbeiten.
  • Die Pflege: Zu einer erfolgreichen Kultur gehören regelmäßige Wassergaben, bevorzugt am Morgen, sowie das Düngen mit organischen oder speziellen Erdbeerdüngern. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rindenmulch hält den Boden feucht und verhindert, dass die Früchte verschmutzen.
  • Das Pflanzen: Dank sogenannter Frigo-Pflanzen, die im Winter in Kühlhäusern gelagert werden und dadurch „vorgezogen“ sind, können Erdbeeren auch jetzt gepflanzt werden (üblicherweise tut man das im August). Dies ermöglicht noch eine Ernte im selben Jahr.
  • Erdbeeren im Topf: Das süße Naschobst lässt sich auch problemlos im Blumenkisterln und Ampel ziehen. Besonders geeignet sind dafür die sogenannten Hängeerdbeeren. Ein schweizer Züchter hat hier besonders wuchskräftige Sorten: Parfum Freejumper oder Double Pleasures.
  • Die Sorten: Zu den beliebten Sorten zählen Mara de Bois (intensiver Duft, mehrmals tragend), Ostara (robust, lange Erntezeit), Summer Breeze Rose (rosafarbene Blüten, dekorativ), Vesca (Wald-Erdbeere, kleine geschmackvolle Früchte), Elsantha (feste, rote Beeren – 1x tragend), sowie Mieze Schindler (alte Sorte, einmal tragend, einzigartiges Aroma– benötigt allerdings einen Befruchtungspartner). Jede dieser Sorten hat einen etwas anderen Geschmack, daher sollte man mehrer Sorten setzen.
  • Vorteil einmaltragender Sorten: Einmaltragende Erdbeersorten liefern eine große, konzentrierte Haupternte im Frühsommer, was insbesondere für die Verarbeitung und Vorratshaltung interessant ist.
  • Vorteil mehrmals tragender Sorten: Mehrmals tragende Sorten wie Mara de Bois oder Ostara ermöglichen eine kontinuierliche Ernte von Frühsommer bis Herbst, sodass regelmäßig frische Erdbeeren zur Verfügung stehen.
  • Die Ernte: Die Ernte erfolgt, sobald die Früchte voll ausgereift und leuchtend rot sind. Der beste Zeitpunkt ist am Morgen nach einer trockenen Nacht, da die Früchte dann besonders aromatisch sind. Vollreife Erdbeeren schmecken besonders köstlich.
  • Nach der Ernte: Nachdem die letzte Beere geerntet wurde, empfiehlt sich das Entfernen der alten Blätter (bei einmaltragenden im August, bei mehrmals tragenden Im Herbst), das vorsichtige Lockern des Bodens (Flachwurzler!), einarbeiten von Kompost und organischem Dünger und das Mulchen, um die Pflanzen zu stärken und Krankheiten vorzubeugen. Erdbeeren bilden bereits im Herbst die ersten Blütenknospen.
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