Ich habe ein Einblatt für einige Zeit völlig vergessen zum Gießen. Die Blätter sind noch grün aber verwelkt, kann ich sie retten und wie?

Am besten einmal gleich kräftig gießen, am besten unter die Dusche stellen und dann – das ist ganz wichtig – das überschüssige Wasser komplett ablaufen lassen, ehe die Pflanze wieder in den Übertopf kommt. Sie sollte sich wieder erholen.

Mein Mann und ich diskutieren immer, ob man Zimmerpflanzen im Winter düngen soll oder nicht. Ich sag ja, er sagt nein. Was ist nun richtig?

Oh! Ich will keine Ehekrise auslösen, daher die diplomatische Antwort: Beide haben Recht! Warum? Ganz einfach, denn es gibt Pflanzen, die machen jetzt eine Wachstumspause und benötigen keine Nährstoffe. Zum Beispiel alle Citrus (vor allem die tropischen, wie Buddahs-Hand, die [...]

Wie dick darf man eigentlich Laub unter Sträuchern liegen lassen? Wir haben dort viele Schneeglöckchen gepflanzt und bisher das Laub immer entfernt.

Gehäckseltes Laub darf etwa bis zu 10 cm aufgebracht werden. Ungehäckseltes Laub, vor allem von Ahorn, Magnolie, Tulpenbaum behindert aber das Wachstum der Zwiebelblumen im Frühjahr.

Bei mir Garten zeigen schon jetzt die Narzissen erste Blattspitzen. Muss ich etwas unternehmen, damit sie nicht abfrieren?

Im Prinzip nicht, zur Sicherheit würde ich ein wenig Laub, Kompost oder Mulchmaterial aufstreuen.

Wir heizen praktisch das ganze Haus nur noch mit dem Kachelofen und es fällt viel Asche an. Darf ich diese Buchenasche in den Gemüsegarten streuen?

Besser ist es, die Asche auf den Kompost zu streuen (etwa 10 Liter/1 m3 Kompost). Den Rest über den Restmüll entsorgen, denn sie enthält Schwermetalle, die sich sonst im Übermaß in der Erde anreichern.

In meinem Kompost sind Unmengen an Engerlingen – sind das die Maikäfer?

Nein, das sind mit großer Wahrscheinlichkeit die Larven des Rosenkäfers (grün metallisch-glänzend), die nur abgestorbenes Material fressen. Dennoch so gut es geht aussortieren und auf einen Gartenweg legen – die Amseln holen sich die Leckerbissen rasch. Zu viele Rosenkäfer können [...]

Gibt es eigentlich eine Pflanze, die auch unter Sträuchern wächst, wo ein dichtes Wurzelwerk ist und kaum Wasser?

Das ist sicherlich einer der schwierigsten Plätze fürs Wachstum. Blumenzwiebel, wie Schneeglöckchen, Blausternchen oder Winterlinge gedeihen hier gut. Als Staude gedeiht das Japanische Waldgras gut. Ebenfalls bewährt hat sich bei etwas mehr Licht Epimedium.

Es heißt immer, man sollte möglichst alle Pflanzen im Herbst stehen lassen und erst im Frühjahr abschneiden. Ich finde aber, dass dann meine Zwiebelblumen Schaden nehmen. Was machen Sie?

Ich schneide einiges ab und lasse manches stehen. Dort, wo ich viele Frühjahrsblumenzwiebel setze oder gesetzt habe, mache ich das Beet im Herbst frei und mulche sofort mit Kompost.

Soll ich im Gemüsegarten nun noch umgraben oder ist es zu spät?

Generell wird im Biogarten, wenn über viele Jahre bereits die Erde mit Kompost versorgt worden ist, gar nicht umgegraben. Der Boden wird nur mit einer Grabgabel oder dem Sauzahn gelockert. Schwere Böden kann man allerdings auch jetzt noch umstechen.

Soll ich meine Kübelpflanzen jetzt im Herbst zurückschneiden? Ich muss sie alle im Keller überwintern und vor allem die Oleander sind enorm gewachsen!

Generell gilt, dass der Rückschnitt im Frühjahr besser ist, weil die offenen Schnittwunden in einem nicht optimalen Überwinterungsraum eine Eintrittsstelle für Pilzerkrankungen sind. Freilich: Sind die Pflanzen zu groß, wird man Wohl oder Übel den einen oder anderen Ast abschneiden.

Jedes Jahr ist es bei uns dasselbe: Kaum stehen die Kübelpflanzen im Keller, schwirren hunderte kleine schwarze Mücken im Raum herum. Sind das „Weiße Fliegen“, die im Winter mangels Licht „schwarz“ sind?

Nein! Das sind die sogenannten Trauermücken. Sie tauchen immer dann auf, wenn die Erde im Topf zu nass ist. Also viel weniger gießen und schon vor dem Einräumen versuchen, dass die Töpfe trockener sind.

Sie schreiben immer, man soll den Rasen organisch düngen. Was passiert leicht, wenn ich mit Kunstdünger dünge?

Mineraldünger versorgen die Wurzeln zwar unmittelbar mit Nährstoffen, reduzieren aber das Bodenleben. Organische Dünger füttern die Mikroorganismen und versorgen die Gräser über einen längeren Zeitraum. Gerade bei Mulchmähern (oder den Robotern) ist dies wichtig.