Mit dem Frühling erwacht der Garten zu neuem Leben. Um den Grundstein für ein gesundes Gartenjahr zu legen, sollte man in zehn Schritten den Garten fit machen, hier meine Tipps:

  • Obstbäume schneiden: Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt ist jetzt im Spätwinter bis zum Vorfrühling, solange die Gehölze noch unbelaubt sind. Alte, kranke und nach innen wachsende Triebe entfernen. Immer knapp oberhalb einer nach außen gerichteten Knospe schneiden. Nie zu viel schneiden! Steinobst jetzt noch nicht schneiden.
  • Beerensträucher auslichten: Beerensträucher wie Johannisbeeren, Brombeeren oder Himbeeren profitieren von einem gründlichen Rückschnitt. Alte, abgetragene Ruten ganz am Boden entfernen. Junge, kräftige Triebe bleiben stehen. So bleibt die Pflanze vital und trägt reichlich Früchte.
  • Ziersträucher schneiden: Sommerblüher wie Schmetterlingsstrauch (um 2/3!) oder Rispen- und Schneeball-Hortensie kräftig. Alle Frühjahrsblüher, wie Flieder, Jasmin oder Dirndlstrauch werden erst nach der Blüte geschnitten. Aufpassen! Bei der „Bauern-Hortensie“ (Hydrangea macrophyla) nur Abgetrocknetes ausschneiden, denn die Pflanze hat bereits im Herbst die Blüten angesetzt.
  • Rosenpflege: Rosen schneiden, sobald die Forsythien blühen. Erfrorene, beschädigte oder zu schwache Triebe entfernen. Ein kräftiger Rückschnitt regt das Wachstum und die Blühfreudigkeit an. Wildrosen und Historische Rosen nur ausschneiden, Blühen am alten Holz.
  • Hecken in Form bringen: Laubabwerfende Hecken wie Hainbuche oder Liguster können jetzt geschnitten werden. Auf einen gleichmäßigen, trapezförmigen Schnitt achten, damit auch die unteren Zweige genügend Licht bekommen. Beenden, bevor die Brutzeit der Vögel beginnt.
  • Winterspritzung gegen Schädlinge: Eine wichtige Maßnahme im biologischen Pflanzenschutz ist die sogenannte Winterspritzung (unter diesem Namen erhältlich). Sie wird bei frostfreiem Wetter durchgeführt, solange die Knospen noch geschlossen sind. Diese helfen, überwinternde Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben oder Schildläuse zu bekämpfen, ohne Nützlinge zu gefährden. Ideal ist auch die Beigabe von Netzschwefel. Temperatur muss über +12 Grad sein.
  • Rasenpflege: Laub und abgestorbene Pflanzenteile abrechen. Ein erstes behutsames Rechen fördert die Belüftung des Rasens. Vertikutieren erst nach dem 2. Schnitt (dann sind die Graspflanzen gut verwurzelt). Mit dem Düngen noch warten – erst wenn das Wachstum richtig einsetzt, ist der perfekte Zeitpunkt gekommen.
  • Unkraut entfernen: Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um Wildkräuter samt Wurzel zu entfernen, bevor sie fest einwurzeln. So bleibt später viel Arbeit erspart.
  • Stauden teilen und pflanzen: Viele Stauden lassen sich jetzt teilen und neu verpflanzen. Die Pflanzen treiben kräftig aus, wenn sie genug Platz und frischen Boden haben.
  • Bäume und Sträucher pflanzen: Wurzelnackte Gehölze pflanzen, solange sie noch keine Blätter tragen. Gründlich angießen und mulchen, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Ideale Pflanzzeit für alle laubabwerfenden Hecken.
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