Es war vor einigen Jahren auf einer Gartenreise. Wir besuchten einen prachtvollen Garten mit Rosen in voller Blüte. Die Sträucher waren bis zum letzten Blatt gesund, keine Schädlinge, keine Krankheiten und voller Vitalität.
Sein Rezept: Kräftig schneiden, kräftig düngen und mit Kräuterpräparaten und Mikroorganismen mehrmals – idealerweise nach jedem Regen – übersprühen. Ja und dann die Geschichte der Bananenschalen. Seine Frau schwor darauf, dass die Rosen nichts anderes benötigen als Bananenschalen.
Zu jeder Rose kamen gespritzte Bananenschalen…
Und so grub sie jahrelang bei jeder Rose immer die Schalen ein. Jeden Tag bei einer anderen und die Rosen wuchsen und gediehen prächtig – keine Schädlinge und mit ein wenig organischem Dünger wuchsen die Pflanzen auch kräftig.
Bis zu dem Tag, wo die Familie sich entschieden hat, keine konventionell gezogenen Bananen mehr zu kaufen, sondern Bio-Bananen. Zunächst schien alles, wie bisher, doch nach einigen Wochen änderte sich der Zustand der Rosen gravierend, berichtete uns der Gartenbesitzer: Plötzlich tauchten Schädlinge auf. Immer mehr und mehr Läuse, Weiße Fliegen und sogar Schildläuse tauchten auf. So starteten sie den Versuch: ein paar Rosen wurden mit Bio-Bananen „gedüngt“, ein paar mit konventionellen. Und siehe da: die offenbar gespritzten Bananen vernichteten die Schädlinge.
Seither wird mit Kräuterpräparaten gesprüht, organisch gedüngt und mit Kompost die Erde verbessert. Die Bananenschalen landen nun alle auf dem Komposthaufen. Und gegessen werden nur noch Biobananen…