In meinem Kompost sind Unmengen an Engerlingen – sind das die Maikäfer?

Nein, das sind mit großer Wahrscheinlichkeit die Larven des Rosenkäfers (grün metallisch-glänzend), die nur abgestorbenes Material fressen. Dennoch so gut es geht aussortieren und auf einen Gartenweg legen – die Amseln holen sich die Leckerbissen rasch. Zu viele Rosenkäfer können auch lästig werden.

Meine Clivia hat Wollläuse. Muss ich sie wegwerfen?

Nein! Ich würde sie zunächst einmal so gut es geht mit Schmierseifenwasser abwaschen. Dann mit einem ölhaltigen Präparat („Wolllausfrei“) einsprühen. Das Rapsöl vernichtet die geschlüpften Tierchen. Da die Eier nicht getroffen werden, mehrmals wiederholen.

Jetzt sind die Schnecken da – was kann ich tun?

Viele dachten, heuer gibt es keine Schnecken – das war nur die trockene Witterung im Frühjahr. Nun heißt es absammeln und biologisches Schneckenkorn streuen.

Beim Salat sind lauter Löcher in den Blättern?

Es sind garantiert die Schnecken, die sich über den Salat hermachen – streuen sie jetzt Ferramol oder ein anderen Schneckenkorn auf Eisen-III-Phosphat-Basis.

Bei meinem Zitronenbaum sind alle Blätter ganz klebrig, was soll ich machen?

Bei der Pflanze sind sicherlich Schildläuse am Werk. Diese Schädlinge leben zunächst meist an der Blattunterseite, später aber auch an den Ästen und Früchten. Sie sondern einen zuckerhaltigen Saft ab, der die Blätter überzieht. Baum mit Schmierseifenwasser reinigen (in der Dusche) und danach mit einem Rapsöl-Präparat mehrmals einsprühen. Das Öl verstopft die Atemöffnungen der Tierchen.

Mein Rasen ist von dutzenden (hunderten) Maulwurfhaufen übersät – was tun?

Im heurigen Jahr ist der Maulwurf im ganzen Land „hyperaktiv“ – dennoch: er steht unter Naturschutz und ist ein großer Schädlingsvernichter. Vertreiben kann man ihn aber mit allen erdenklichen Geruchsstoffen. Zum Beispiel mit einem auf Rhizinus basierendem „Wühlmausgas“, das die Tier für eine gewisse Zeit vertreibt.

An meinen Orchideen finde ich immer wieder so „wollige Pilze“ – was ist das?

Das sind die besonders lästigen Wollläuse. Bekämpfen kann man sie mit ölhaltigen Präparaten, die die Atemöffnungen der Tierchen verkleben. Allerdings überleben die Eier oft monatelang. Daher heißt es leider: einmal Wolllaus, immer Wolllaus!

Wir haben ein Problem mit Wespen, unser Zitrus wird regelrecht von Wespen befallen, die auf den Blättern herumtollen.

Wenn sie genau beobachten, dann werden sie auf den Blättern Schildläuse finden – die sind ein „gefundenes Fressen“ für die Wespen. Reinigen sie die Blätter mit Schmierseifenwasser, damit kann man die Schildläuse beseitigen, dann mit Rapsöl-Präparat einsprühen.

Drahtwürmer vernichten die Salatpflanzen. Wie kann ich diese vernichten?

Eine ganz einfache Falle sind halbe Kartoffeln, die lieben die Drahtwürmer. Alle zwei Tage kontrollieren – in den Schnittstelle stecken die orangen Würmer und können vernichtet werden.

Kleine gelbe Schnecken mit Hause bevölkern meinen Garten, vor allem auf den Bohnen sind sie in Massen. Aber auch blühende Pflanzen sind befallen. Wie bekommt man diese weg?

Mein Tipp: Nützlinge fördern – denn in den Steinhaufen und Trockenmauern leben die Gegner. Laub unter Gehölzen liegen lassen, da verstecken sich die Laufkäfer und auch die Igel. Als letzte Maßnahme Schneckenkorn auf Eisen-III-Phosphat-Basis streuen.

In meinem Schattengarten im Stadtbereich sind viele Hortensien und Funkien. Die Invasion der Schnecken nimmt mir aber allmählich die Freude. Die Pflanzen sehen, wie nach einem Hagel aus. Schneckenkorn will ich nicht verwenden.

Nützlinge fördern – Laub liegen lassen, damit sich Laufkäfer ansiedeln. Laubhaufen anlegen, vielleicht verirt sich doch ein Igel in den Stadtgarten. Und wenn Schneckenkorn, dann nur eines auf Eisen-III-Phosphat-Basis. Das ist ungefährlich. Alle anderen sind hochgiftig.

Auf unseren Azaleen bzw. Rhododendren befinden sich viele kleine grüne Viecher, sehen aus wie Heuschrecken, haben aber Flügel. Bei Berührung der Pflanze stieben sie auf. Können Sie mir einen Rat geben?

Das ist vermutlich die Rhododenronzikade – hängen sie Gelbtafeln (beleimt, ungiftige Plastiktafeln auf). Die Viecherl fliegen auf gelb und bleiben daran kleben.