Die Fußball-WM ist da. Da steigt nicht nur die Vorfreude auf spannende Spiele sondern auch von so manchem Gartenbesitzer der Wunsch nach einem Rasen, der so perfekt ist, wie in den Stadien. Natürlich braucht es im Hausgarten keinen Profiplatz, doch mit der richtigen Pflege kann die Grünfläche dicht, robust und sattgrün werden. Wichtigste Grundlage: Ein schöner Rasen beginnt beim Boden und lebt von regelmäßiger, maßvoller Pflege.
- Die richtige Anlage: Wer einen neuen Rasen anlegt, sollte genügend Zeit in die Vorbereitung investieren. Ein schöner Rasen entsteht nicht nebenbei, sondern braucht einen gut geplanten Start.
- Bodenvorbereitung: Vor der Aussaat müssen Steine, Wurzelreste und vor allem Bauabfälle entfernt werden. Danach wird der Boden mindestens 15 bis 20 Zentimeter (besser 40 cm) tief gelockert. Reifer Kompost verbessert die Humusschicht, bis zu 1/3 grober Quarzsand sorgt für eine gute Drainage und macht den Boden dauerhaft durchlässiger.
- Die Auswahl der Rasensamen: Für einen strapazierfähigen Rasen lohnt sich eine hochwertige Saatgutmischung. Besonders geeignet sind Mischungen mit robusten Gräsern, die rasch keimen und Lücken gut schließen. Billige Standardmischungen führen oft zu einem lückigen, störanfälligen Bestand.
- Der passende Dünger: Für den naturnahen Garten empfiehlt sich organischer Dünger. Er versorgt den Boden nicht nur mit Nährstoffen, sondern fördert auch das Bodenleben, das den Humus lockert. Genau das ist die Grundlage für gesundes, kräftiges Wachstum.
- Das erste Mähen: Sobald der junge Rasen gut angewachsen ist, darf zum ersten Mal gemäht werden. Dabei gilt: Nie zu tief schneiden. Ein zu kurzer Schnitt schwächt die Pflanzen und macht den Rasen anfälliger für Trockenheit und Unkraut.
- Regelmäßiges Mähen: Im laufenden Jahr sollte etwa einmal pro Woche gemäht werden. So bleibt die Grasnarbe dicht, gleichmäßig und belastbar. Wer regelmäßig mäht, fördert zudem die Verzweigung der Gräser.
- Das richtige Gießen: Rasen braucht Wasser – aber richtig dosiert. Besser alle drei bis vier Tage durchdringend (20 – 30 Liter/Quadratmeter) gießen als täglich nur oberflächlich. So wachsen die Wurzeln tiefer und der Rasen wird widerstandsfähiger gegen Hitze.
- Düngen im Jahreslauf: Nicht nur im Frühling, auch während der Saison braucht der Rasen Nahrung. Mehrere maßvolle organische Düngergaben über das Jahr verteilt sind sinnvoller als eine einzige starke Portion.
- Unkrautbeseitigung: Ein dichter Rasen ist die beste Vorbeugung gegen Unkraut. Wo dennoch Löwenzahn, Klee oder breitblättrige Kräuter auftauchen, sollten sie möglichst früh samt Wurzel entfernt werden. Chemische Mittel sind im Biogarten keine Wahl und für alle, die den Rasen barfuß betreten auch ein Problem.
- Moos und Problemstellen beobachten: Wo viel Moos wächst, liegt oft ein Problem mit Schatten, Staunässe oder einem zu sauren Boden vor. Hier hilft es, die Ursache zu beheben – etwa durch Kalk bei Übersäuerung oder durch bessere Belichtung, wenn es möglich ist.


