Die Voraussetzungen fürs Garteln sind ideal. Wärme am Tag und noch kühle Nächte – da hält sich das Wachstum in Grenzen. Daher ist nun die beste Zeit, den Boden für das Aussäen und das Pflanzen vorzubereiten. Die sieben wichtigsten Regeln:

  • Boden lockern: Die Lockerung des Bodens mit einer Grabgabel oder dem Sauzahn – möglichst ohne Umgraben – schafft bessere Bedingungen für die Belüftung. Sauerstoff gelangt an die Wurzeln und Bodenorganismen werden aktiviert. Die Lockerung sollte möglichst schonend erfolgen, um das Bodenleben nicht zu stören.
  • Kompost zufügen: Die regelmäßige Zugabe von gut gereiftem Kompost verbessert die Bodenstruktur und fördert das Wachstum nützlicher Mikroorganismen. Kompost liefert Humus, der die Wasserspeicherung erhöht und die Nährstoffverfügbarkeit steigert. Dadurch werden ausgelaugte Böden wieder fruchtbar und Pflanzen können sich besser entwickeln. Von lang abgelagertem Kompost sieben bis zehn Liter pro Quadratmeter, von frischem Kompost (aus dem Sack oder vom Grün-Kompostierer) maximal drei bis vier Liter.
  • Quarzsand einbringen: Besonders bei schweren, verdichteten Böden kann Quarzsand die Durchlässigkeit erhöhen. Er sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser abfließt und die Wurzeln mehr Raum zum Ausbreiten erhalten. Die regelmäßige Beimischung von Sand kann Staunässe verhindern und das Wurzelwachstum fördern.
  • Bims und Zeolith verwenden: Bims und Zeolith sind natürliche Gesteine, die wichtige Mineralstoffe in den Boden einbringen. Sie dienen als Speicher für Wasser und Nährstoffe, was die Pflanzengesundheit langfristig verbessert. Zeolith kann zudem Schadstoffe binden und das Gleichgewicht im Boden unterstützen.
  • Organische Dünger nutzen: Hornspäne, Komposttee oder Schafwolldünger geben Nährstoffe langsam und nachhaltig ab. Organische Dünger fördern die Aktivität der Bodenlebewesen und verbessern die Humusbildung. Empfehlenswert ist eine regelmäßige Anwendung, um den Boden lebendig und nährstoffreich zu halten. Auch Mikroorganismen helfen.
  • Mulchen: Eine Mulchschicht aus Rinden, Laub oder Gras schützt den Boden vor Austrocknung und Erosion. Mulch dient als Nahrung für Regenwürmer und Mikroorganismen und hält die Feuchtigkeit im Boden. Gleichzeitig wird das Wachstum von unerwünschten Wildkräutern reduziert.
  • Regelmäßige Bodenpflege: Eine kontinuierliche Pflege wie das Lockern und Mulchen sorgt für stabile Bedingungen. Die Entwicklung des Bodenlebens wird gefördert und die Bodenstruktur bleibt erhalten. Anhaltende Pflege beugt Bodenmüdigkeit und Verdichtung vor. Der Boden speichert viel Wasser

Warum keinen Torf verwenden?

Torf sollte im Gartenbau möglichst nicht verwendet werden, weil seine Gewinnung erhebliche ökologische Schäden verursacht. Moore, aus denen Torf stammt, sind wertvolle CO₂-Speicher und Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Durch den Abbau wird das gebundene CO₂ freigesetzt, was den Klimawandel beschleunigt. Ein 40 Liter-Sack setzt etwa so viel frei wie 100 km Autofahrt. Außerdem wirkt Torf im Boden nur kurzfristig: Er verbessert zwar zunächst die Struktur, trägt aber langfristig kaum zur nachhaltigen Bodenfruchtbarkeit bei und baut sich schnell ab.