Es ist eine ziemlich außergewöhnliche Idee, die da Schweizer Biologen angestellt hatten. Sie riefen die Eidgenossen auf, ihr Bodenleben in den Gärten zu testen. Man höre und staune: mit Unterhosen! 2.000 machten mit – und vergruben Baumwoll-Unterhosen. Das natürlich Material zersetzt sich durch Bodenleben – je aktiver, desto schneller.

Meistens kam das „Kleine Schwarze“ zurück 😉

So war der Test ein ziemlich aufschlussreicher und gleichzeitig auch medienwirksamer: Per Post kam die Unterwäsche und wurde mit genauer Anleitung im Garten vergraben. Nach einer gewissen Zeit kam die Aufforderung das „kleine weiße“ wieder auszugraben. Und die Unterschiede überraschten selbst die Bio-Profis. Da kamen aus manchen Gärten nur noch einzelne Stoffteilchen zurück, aus anderen beinahe die vollständig erhaltene Unterwäsche – wobei bei fast allen ein „kleines schwarzes“ wurde.

Das Bodenleben war also sehr unterschiedlich, wobei ein zu viel auch nicht gut ist, wie die Untersuchungen zeigten. Kompost ist gut, aber zuviel ist nicht gleichbedeutend mit besser.

Wer den Test nachmachen will – jedes Stück Baumwolle, aber auch Leinen oder eine andere natürliche Faser kann verwendet werden. So wie die Hornspäne vom Bodenleben aufgearbeitet werden, wird auch der Stoff zu Humus.