Wenn die Gartensaison langsam in die Endrunde geht, greifen viele reflexartig zu den alten Bekannten, wenn sie Blüten suchen: Eriken, Chrysanthemen oder freuen sich über Gräser, Dahlien, Hortensien oder Herbstastern. Aber die Palette ist viel größer:
Hier sind fünf Pflanzen, die mit späten Blüten und Früchten überraschen.
- Rudbeckien – zuverlässige Spätblüher. Rudbeckien bringen bis weit in den Herbst hinein gelbe bis goldgelbe Blüten in Staudenbeete. Sie eignen sich besonders für sonnige Standorte mit nährstoffreichem, nicht zu trockenem Boden. Verblühtes kann laufend entfernt werden, damit neue Knospen nachkommen. Ein Teil der Samenstände sollte jedoch über den Winter stehen bleiben, denn sie bieten Nahrung für Vögel und Unterschlupf für kleine Nützlinge. Tipp: Erst im Frühjahr bodennah zurückschneiden und den Wurzelbereich im Herbst mit etwas Kompost versorgen.
- Abelia ‘Helios’ – Blüte und Duft. Abelien blühen je nach Witterung bis in den Herbst und sind damit wertvolle Gehölze für späte Insektenbesuche. ‘Helios’ bleibt eher kompakt und eignet sich daher auch für kleinere Gärten, Vorgärten oder große Pflanzgefäße. Wichtig sind ein geschützter, sonniger bis halbschattiger Standort und ein humoser, gut durchlässiger Boden. Tipp: Junge Pflanzen im ersten Winter mit Laub oder Reisig schützen. Geschnitten wird nur leicht nach der Blüte oder im Frühjahr, um die Form zu erhalten.
- Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch – spätes Blüten- und Insektengehölz. Heptacodium miconioides blüht im Spätsommer und Herbst mit cremeweißen, leicht duftenden Blüten. Nach der Blüte färben sich die Kelchblätter rosa bis purpurrot und sorgen dadurch für einen zusätzlichen Zierwert. Der Strauch ist für Einzelstellung gut geeignet, weil er mit zunehmendem Alter eine schöne Form entwickelt. Tipp: Sonnig bis halbschattig und möglichst windgeschützt pflanzen. Der Boden sollte durchlässig, humos und nicht staunass sein.
- Zieräpfel ‘Golden Hornet’ und ‘Rudolph’ – gelb und rot für Herbst und Winter. ‘Golden Hornet’ trägt im Herbst zahlreiche kleine, goldgelbe Früchte, die lange am Baum bleiben. ‘Rudolph’ ergänzt dazu rosarote Blüten im Frühjahr, rötlichen Austrieb und im Herbst kleine rötliche Früchte. Gemeinsam bringen beide Sorten einen schönen Farbkontrast in den Garten und sind zugleich nützlich: Die Blüten werden von Insekten besucht, die Früchte sind für Vögel interessant. Tipp: Zieräpfel sonnig und luftig pflanzen, Staunässe vermeiden und nur auslichten, damit Blütenholz und Fruchtschmuck erhalten bleiben.
- Liebesperlenstrauch – violette Früchte als Herbstschmuck. Der Liebesperlenstrauch, botanisch Callicarpa, fällt ab Herbst durch seine auffallend violetten Perlenfrüchte auf. Besonders gut fruchtet er, wenn mehrere Pflanzen beisammenstehen, weil die Bestäubung dann zuverlässiger klappt. Er bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen, geschützten Standort und humosen, durchlässigen Boden. Tipp: Junge Pflanzen in rauen Lagen im Winter mit Laub oder Reisig schützen. Geschnitten wird nur sparsam im Frühjahr; ältere Triebe können gelegentlich ausgelichtet werden.




