Sommer und Lesen gehören für mich zusammen wie der Duft von frisch gemähtem Gras und einem schattigen Platz unter einem Baum. Kaum ist es schön, wandert das Buch mit hinaus – in den Garten, auf den Balkon oder einfach auf die Bank vor dem Haus. Dort liest man nicht nur, dort schaut man auch auf. Man sieht die Stauden, die heuer besonders schön blühen, entdeckt die Lücke im Beet, die schon lange nach einer Idee ruft, oder überlegt, ob nicht doch ein kleiner Baum genau die richtige Lösung für mehr Schatten wäre.

Sonnenblume "Firecracker"

Sonnenblume „Firecracker“

Man kann gleich vor Ort prüfen…

Das Schöne an Gartenbüchern ist ja: Man kann gleich vor Ort prüfen, ob die Empfehlung auch zum eigenen grünen Reich passt. Ein paar Seiten lesen, dann den Blick heben – und schon beginnt im Kopf die Planung. Vielleicht wird ein Eck naturnaher, vielleicht zieht eine neue Tomatensorte ein, vielleicht darf der Abendgarten stärker duften. Und wenn man gar nichts verändern möchte, ist das auch in Ordnung. Dann reist man eben lesend: nach England in große Parks, in botanische Gärten, zu Schmetterlingen, Nachtblüten oder zu Menschen, die mit Pflanzen leben und träumen. Nicht jeder Sommer muss in der Ferne stattfinden. Manchmal genügt ein Liegestuhl, ein gutes Buch und das Rascheln der Blätter. Dann ist der Urlaub schon da – direkt vor der eigenen Tür.