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Wüstenpflanzen fürs Zimmer

Freilich geht’s dabei nicht bloß um Kakteen, sondern um eine ganze Gruppe von Pflanzen, die allesamt aber eines gemeinsam haben. Eine große Robustheit und kein Problem mit trockener Zimmerluft. Denn  die dicken, fleischigen und oft mit Wachs überzogenen Blätter überstehen auch längere Trockenperioden problemlos. Als Standort sind helle Plätze, auch in voller Sonne ideal. Einzig beim Gießen muss man aufpassen. Lieber zweimal auf das Gießen vergessen, als einmal zu viel Wasser geben. Aber gerade jetzt am Beginn der Heizsaison sind diese Pflanzen gefragt. Selbst an einem Platz, direkt über dem Heizkörper. Als Erde verwende ich für diese Pflanzen eine handelsübliche Kakteenerde. Oder man mischt sich die Erde selbst: 1/3 Lauberdekompost (der ist unkrautfrei), 1/3 Sand und 1/3 Tongranulat („Seramis“). Als Dünger können geringe Mengen an Hornspänen eingearbeitet werden.

Und das ist die beliebtesten „Wüstenpflanzen“ fürs Zimmer.

Das „Flammende Kätchen“

oder die Kalanchoe ist wohl am bekanntesten. Sie gibt es zwar meist als Blütenpflanze, aber unter den rund 200 verschiedenen Arten sind auch viele dabei, die nur wegen ihres Laubes kultiviert werden.

Die „Aloe vera“

ist Dank ihrer Heilkräfte gerade in den letzten Jahren besonders beliebt geworden. Ihr ist es im Zimmer meist zu dunkel. Aber eine Sommerfrische am Balkon (unter Dach) gibt ihr genügend Kraft die dunklen Monate auf einem Südfenster zu überstehen. Freilich auch nur dann, wenn nicht zu viel gegossen wird.

Der Geldbaum („Crassula ovata“),

der aus dem südlichen Afrika kommt und der in einem heißen Wintergarten ein richtiger Baum wird. In voller Sonne und einem sandigen Substrat beginnt die Pflanze auch zu blühen.

Der Elefantenfuß („Baucamea recurvata“)

war ursprünglich in den Wüsten Mexikos daheim und ist dank seines verdickten Stammes und der schmückenden Blätter eine beliebte Zimmerpflanze geworden. Ist die Luft zu trocken kann es Spinnmilben geben.

Eindrucksvoll im Wuchs sind die Aeonium

mit grünem oder fast schwarzem Laub. Sie werden als Blattsukkulente bezeichnet, weil die Pflanze das Wasser in den Blättern speichert und so auch wieder viele Wochen ohne Gießen übersteht.

Im Sommer über im Garten zu finden ist das Dickblatt („Echeverie“).

Sie sieht unserer winterharten Dachwurz sehr ähnlich, ist aber nicht frostfest.

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen, denn ob Dickblatt- oder Wolfsmilchgewächse. Viele von ihnen überstehen die „Hitzewelle“ im Zimmer problemlos. Für diese Pflanzen gilt – nur durch zu viel Pflege bringt man sie um... Lieber zwei Wochen nicht gießen, als einmal zu viel. Auch beim Düngen stellen diese Pflanzen keine großen Ansprüche. Entweder man verwendet die Handel erhältlichen Düngestäbchen oder düngt mit handelsüblichen Flüssigdünger alle zwei bis drei Wochen. Im Sommer mehr, im Winter weniger.

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