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Holly Ilex: Nicht nur zu Weihnachten schön

 

Wer aber meint, die Stechpalme sie schon wieder so eine amerikanische Erfindung, der irrt.  Stechpalmen haben zutiefst europäische Wurzeln. Am Palmsonntag wurden die Zweige des Ilex verwendet – als immergrüne Zweige waren sie Symbol für Unsterblichkeit und Wiedergeburt. Die Germanen sahen in den Ilexzweigen die Chance gute Waldgeister anzulocken. Die Druiden schmückten die  Häuser um die Bewohner vor bösem Zauber zu bewahren und die guten Geister anzulocken. All das war vermutlich der Grund, warum sich die Pflanze über Jahrhunderte im Brauchtum gehalten hat und nun immer häufiger bei Dekorationen zu finden ist.

Was wäre also Weihnachten ohne „Holly“, wie er im Englischen heißt? Für Briten undenkbar, aber auch bei uns findet der Strauch immer mehr Liebhaber. Jeder hat die Ilex-Blätter schon irgendwo gesehen - auf Tischtüchern, auf Servietten, auf Packpapier - überall ist er drauf, denn im englischen Sprachraum gibt es kein Weihnachtsfest ohne den Ilex.

Das dunkelgrüne, glänzende, kräftige Laub und die strahlend roten Früchte haben es immer mehr Gartenliebhabern angetan:  Die teilweise stacheligen Gehölze stehen im Topf, geschmückt mit hunderten roten Beeren vor der Haustür, auf der Terrasse oder am Balkon. Manche werden auch gleich dauerhaft in den Garten gepflanzt, denn dann sind sie noch robuster und winterhärter. So schön der Ilex mit seinen roten Früchten auch ist, man muss aufpassen. Die Früchte sind hochgiftig, werden aber trotzdem als Heilpflanze genutzt. Zum Beispiel in der Bachblütentherapie. Die Pflanzensäfte werden in extrem stark verdünnter Form verwendet. Vor einer Selbsttherapie sei aber gewarnt. Schon einige wenige Beeren sind auf für Erwachsene tödlich. Wer Kinder hat, muss deshalb noch einmal mehr aufpassen. Dennoch passiert selten etwas: Diese Pflanzen werden wegen ihrer extrem stechenden Blätter von den Kindern gemieden.
Stechpalmen sind an sich leicht zu kultivieren, ein wirkliches Problem für ihn ist starker Frost ohne Schnee. Wenn er im Topf gehalten wird, muss man ihn bei solchen Kahlfrösten in die Garage stellen, wenn er ausgepflanzt ist, mit Schnee anhäufeln oder mit Strohmatten oder Leinentüchern schützen. Sie sorgen dafür, dass die Pflanze nicht austrocknet. Denn der Ilex erfriert nicht, sondern er vertrocknet.

Aus der Stechpalme sind eine ganze Reihe Arten und Sorten hervorgegangen, die sich im Wuchs und der Belaubung zum Teil stark unterscheiden. Die heimische Art - Gemeine Stechpalme (Ilex aquifolium) - wird etwa vier bis fünf Meter hoch. Sie lässt sich durch Rückschnitt aber auch wesentlich kleiner halten. In der Regel ist sie stark verzweigt und entwickelt einen breit- bis spitzkegelförmigen Wuchs. Ihr immergrünes eiförmiges Laub glänzt. Zudem fühlt es sich ledig-derb an und ist dornig gezahnt.

Von Mai bis Juli bildet die Pflanze viele kleine weiße Blüten aus. Sollen Stechpalmen im Herbst sicher Früchte tragen, empfiehlt es sich, möglichst mehrere Pflanzen als Gruppe zusammenzusetzen, denn die meisten Arten und Sorten sind zweihäusig. Sie tragen also männliche Blüten auf der einen und weibliche auf einer anderen Pflanze. Bei vielen Sorten ist das schon am Namen erkennbar: „Blue Prince“ ist der Pollenspender, „Blue Princess“ dagegen trägt die Früchte. Sehr schöne Sorten sind auch „Blue Angel“ mit besonders dunklen Blättern oder „Golden King“ mit grün-gelben Blättern. Besonders robust wird die Sorte „Alaska“ eingestuft, sie hat glänzend grünes und stark bedorntes Laub.

Die Früchte  erscheinen ab etwa September in leuchtendem rot. Besonders gern mag die Stechpalme humose, durchlässige Böden. Sie wächst aber auch auf frischen, humosen Sandböden. Allerdings reagiert sie mit verstärktem Blattfall auf zu viel Wasser und zu geringe Luftfeuchtigkeit und Hitze. In Gebieten wo die Pflanze im leichten Schatten von Laubwäldern gedeiht, wächst sie in der Regel auch in den Gärten gut. Hier bevorzugt sie als Standort die schattigere Nordseite von Hauswänden.
Einmal angewachsen ist die Stechpalme absolut pflegeleicht. Ein geschützter, leicht schattiger Standort ist dazu allerdings wichtig. Eine Kompostgabe zur Düngung dankt die Pflanze mit gesundem Wachstum.

Als Sichtschutz-Pflanze, zur Unterpflanzung von Bäumen und als winterlicher Farbtupfer ist die Stechpalme sehr gefragt. Beliebt ist sie aber auch, weil sie im Sommer den Bienen und im Winter den Vögeln Nahrung bietet.

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Gigantische Blüten bildet ein Hibiskus, der meist in der zweiten Hälfte des Sommers in den Gärtnereien auftaucht: „Hibiscus moscheutus“ – der Sumpfhibiskus. Die (bedingt) winterharte, mehrjährige Staude wird bis zu zwei Meter hoch, kommt aus Nordamerika. Nur an Standorten, die in voller Sonne liegen, einen feuchten und extrem nährstoffreichen Boden aufweisen, lohnt es sich die Pflanze auszusetzen.

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