Biogärtner Karl Ploberger
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Garteln im Takt der Natur 30/2014

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So entsteht ein Garten des Südens

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Der Riesenhibiskus: Zwei Meter hoher Hingucker

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Der Buchs beginnt zu sterben

Vor einigen Jahren gab es die ersten Meldungen aus England, dann war lange Zeit scheinbar Ruhe, bist das Buchsbaumsterben auch in Deutschland auftauchte. Im heurigen feuchten Sommer ist der gefährliche Pilz mit dem Namen Cylindrocladium buxicola auch bei uns aufgetaucht. Die Erfahrungen sind noch gering, eines scheint aber zu kommen: das Ende der Buxomanie.
Und so erkennt man den Pilz: Zunächst werden die Blätter gelb, dann orange und zuletzt entstehen auf dunkelbraune Flecken, die schnell größer werden und zusammenfließen. Auf den Blattunterseiten bilden sich gleichzeitig zahlreiche kleine weiße Sporenlager. Diese sind neben den schwarzen Längsstreifen an den Trieben das sicherste Erkennungsmerkmal der Krankheit. Schneidet man die Pflanzen dann nicht sofort zurück, sterben sie innerhalb weniger Tage ab – vor allem bei feuchtem Wetter.

Wo taucht der Pilz nun besonders häufig auf und was kann man dagegen tun?

  • Geschnittene kleine Hecken und Einfassungen aus Buchsbaum sind für den Pilz besonders anfällig.
  • Wo der Buchs mit Rinde gemulcht wurde (und sich die Feuchtigkeit besonders lange hält) ist die Gefährdung am größten.
  • Wird Buchs bei Regenwetter geschnitten, dann können die Pilzsporen über die Schnittstellen besonders leicht in die Pflanze eindringen.
  • Nicht die Sorten „Suffruticosa“ (meist als Bauerngartenbuchs im Handel) und „Blauer Heinz“ verwenden – sie sind nach den bisherigen Erfahrungen stark gefährdet.
  • Buchs nicht zu viel düngen und in zu humose Erde pflanzen, keinesfalls über die Blätter gießen.

Welche Maßnahmen können die Pflanzen retten?

  • Nicht mehr mit Rinde mulchen, ev. Kies als Mulchmaterial verwenden, da es rasch abtrocknet. Auf luftigen Standort achten.
  • Niemals bei Regen oder Tau schneiden.
  • Pflanzen mit Pilzbefall sofort zurückschneiden und mit Steinmehl stäuben. Scheren mit Alkohol desinfizieren.
  • Sorten wählen, die robuster zu sein scheinen: „Herrenhausen“, Buxus sempervirens „Arborescens“
  • Vorbeugend biologische Pilzbekämpfungsmittel spritzen. Sie stärken die Blattoberflächen und verhindern ein Eindringen von Pilzsporen.
  • Befallene Pflanzen vernichten – am besten über den Restmüll zur Müllverbrennung, denn Pilzsporen sollen angeblich 4 Jahre überleben.

Dennoch rate ich keine übetriebene Panik. Es gibt einige Pilzerkrankungen, die den Buchs befallen und geschwächt, aber nicht vernichtet haben. Eines allerdings sollten wir uns mit dem Ausbreiten der Pilzkrankheit wieder vor Augen führen. Monokulturen sind in allen Bereichen des Gartens schlecht. Daher anstelle von Buchs kleinwüchsige Eiben, die Immergrüne Heckenkirsche (Lonicera nitida) oder die Sorten der Japanischen Hülse (Ilex crenata) pflanzen – sie sehen ähnlich aus, wie der Buchs.

Gartenkalender

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Gartengeschichten

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Pflanze der Woche

Gigantische Blüten bildet ein Hibiskus, der meist in der zweiten Hälfte des Sommers in den Gärtnereien auftaucht: „Hibiscus moscheutus“ – der Sumpfhibiskus. Die (bedingt) winterharte, mehrjährige Staude wird bis zu zwei Meter hoch, kommt aus Nordamerika. Nur an Standorten, die in voller Sonne liegen, einen feuchten und extrem nährstoffreichen Boden aufweisen, lohnt es sich die Pflanze auszusetzen.

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