Biogärtner Karl Ploberger
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Garteln im Takt der Natur 30/2014

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So entsteht ein Garten des Südens

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Der Riesenhibiskus: Zwei Meter hoher Hingucker

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Clematis – Blüten für ein ganzen Gartenjahr


Daher benötigt die Clematis auch im Garten oder Balkon einen sonnigen Platz, die Wurzeln sollten aber immer im Schatten liegen. Zum Beispiel hinter aufgeschichteten Steinen, Dachziegeln oder auch bloß Holzbrettern. Buchs oder andere stark wurzelnde Gehölze können ebenfalls Schatten spenden, allerdings sollte man dann eine Wurzelsperre einbauen, sonst „verhungert“ die Clematis.
Der Boden sollte feucht, aber gut durchlässig sein. Staunässe würde für diese Pflanze unweigerlich den Tod bedeuten. Daher die Erde vor dem Pflanzen nicht nur gut lockern, sondern auch mit viel grobem Kompost aufbessern. Bei lehmigem Boden empfiehlt es sich eine gute Drainageschicht aus Sand und Schotter in das Pflanzloch zu geben.

Bei einigen Clematis arten bereitet die sogenannte Welkekrankheit Sorgen. Über Nacht lässt die tags zuvor noch herrlich blühende Pflanze alle Blätter hänge – so als ob sie zu wenig gegossen wurde. Welkepilze im Boden, die von der Wurzel direkt in die Triebe gelangen, verursachen diese nicht heilbare Krankheit. Aber es gibt eine Lösung: Den Wurzelstock ein Stück vom Rankgitter entfernt pflanzen und dann die Clematistriebe (mit den Blättern) in die Erde legen und flach mit  Substrat bedecken, die obersten Triebe direkt zum Rankgerüst führen. Bei jedem vergrabenen Blatt bilden sich nun neue Wurzeln und neue Triebe. Sollte nun ein Teil der Clematis von der Welke betroffen sein, sind die anderen Triebe zur Stelle.

Die Auswahl bei den Clematis ist riesig, schauen sie in gut sortierten Gärtnereien für den Kauf vorbei. Die meisten Pflanzen werden im Topf angeboten und können daher auch jetzt gepflanzt werden. Ein absoluter Favorit von mir ist Clematis tangutica – ihre gelben Blüten leuchten wochenlang und die silbrigen Samenstände sorgen dann für eine zweite Attraktion.

So werden Clematis geschnitten

Beim Schnitt der Clematis benötigt der Gärtner Fingerspitzengefühl und Hausverstand. Es gibt bei den Clematis nämlich eine beinahe unüberblickbare Arten und Sortenvielfalt, die jeweils andere Schnittansprüche stellt. Als Grundregel kann gesagt werden: Im Frühjahr blühende Clematis sollen nicht oder sehr zurückhaltend erst nach der Blüte geschnitten werden (Clematis montana, C. alpina), weil an den Trieben des Vorjahres bereits die Blütenknospen ausgebildet wurden. Die ab Juli blühenden Sorten werden jedes Jahr im Frühjahr auf einen ¾ Meter zurückgeschnitten, denn ihre Blüten erscheinen ausschließlich auf den neu gebildeten Trieben. Und die herbstblühenden Sorten kann man alljährlich im Frühjahr bodeneben abschneiden.

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Pflanze der Woche

Gigantische Blüten bildet ein Hibiskus, der meist in der zweiten Hälfte des Sommers in den Gärtnereien auftaucht: „Hibiscus moscheutus“ – der Sumpfhibiskus. Die (bedingt) winterharte, mehrjährige Staude wird bis zu zwei Meter hoch, kommt aus Nordamerika. Nur an Standorten, die in voller Sonne liegen, einen feuchten und extrem nährstoffreichen Boden aufweisen, lohnt es sich die Pflanze auszusetzen.

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