Biogärtner Karl Ploberger
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Garteln im Takt der Natur 30/2014

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Ein Garten als Duftoase

Duftgärten können für Faulenzer gleich mehrere Anreize haben: Einerseits ist der Geruch vieler Pflanzen wie eine Droge, die einem im Garten hält – da macht sogar Unkrautjäten Lust. Andererseits sind viele Duftpflanzen ideale Helfer bei der Schädlingsbekämpfung. Man denke nur an den Lavendel, dessen Geruch die Blattläuse bei den Rosen vergrämt. Oder an den Knoblauch, dessen scharfer Geruch sogar im Stande ist besonders lästige Pilzkrankheiten bei den Erdbeeren zu bekämpfen. Die Hauptrolle im Duftgarten spielen natürlich die Kräuter, daneben gehören aber auch die Rosen (siehe „Rosengarten“) und einige besondere Gehölze dazu.

Eine Kräuterecke ist die Duftoase im Garten. Sie liefert nicht nur köstlich Aromatisches für die Küche, sie ist auch die "Apotheke" des Gärtners - schon seit Jahrhunderten. Gerade jetzt im August ist Haupterntezeit der Kräuter – am besten am späten Vormittag – dann sind die Blätter trocken und voller Energie und Ätherischer Öle.
Alle Küchen- und Heilkräuter sind "Sonnen"-Kinder, denn fast alle diese Gewächse haben ihre Heimat in südlichen Regionen. Nur wenn ausreichend Wärme und Licht zur Verfügung stehen, bilden sich die heilenden und würzenden Substanzen in großen Mengen aus. An den Boden stellen die Kräuter keine großen Ansprüche. Man glaubt es kaum: Aber je karger, desto lieber.

Die wichtigsten Kräuter

Basilikum (Ocimum sp.) – eine warme sonnige Stelle im Garten. Gedeiht am besten in Töpfen am Balkon.
Bohnenkraut (Satureja hortensis) – direkt aussäen, im Sommer wenig gießen, dann bekommen die Pflanzen gutes Aroma.
Dill (Anethum graveolens) – am besten dort säen, wo dann die Gurken hingepflanzt werden. Gut mulchen, Dill liebt einen feuchten Boden.
Kamille (Matricaria recutita) – direkt aussäen. Besonders karge Erde ist ideal. Blüten täglich abzupfen und trocknen. Sät sich immer wieder selbst aus.
Knoblauch (Allium sativum) - im März oder schon im Oktober die Zehen stecken. Keine frisch gedüngte Erde! Ideale Mischkulturpflanze - bei den Erdbeeren, im Rosenbeet. Ernte sobald das Laub dürr wird.
Kresse (Lepidium sativum) – das flotteste Kraut, ideal für leergewordene Beete oder im Blumentopf
Lavendel (Lavendula angustifolia) – idealer Partner der Rosen. Liebt trockene, durchlässige Erde in voller Sonne.
Melisse (Melissa officinalis) – leicht zu pflegen. Erde sollte humusreich sein.
Oregano (Origanum vulgaris) – das Pizzagewürz darf nicht fehlen: Sonne und Wärme – dann wuchert er.
Petersilie (Petroselinum crispum) – nervt viele Gärtner, weil er sehr langsam keimt. Ideale Aussaat: Ende August.
Pfefferminze (Mentha piperita „Mitcham“) – wuchert, aber gehört dazu. Der beste Tee, wenn er aus dem eigenen Garten kommt.
Ringelblume (Calendula officinalis) – einmal Ringelblume, immer Ringelblume: Sät sich überall aus, ist lästig aber wunderschön! Rosmarin – mein Liebling! Der Duft bringt uns den Süden in den Garten. Er ist nicht winterhart, daher bleibt er im Topf in lehmiger Erde.
Salbei (Salvia officinalis)  – Halsweh ade. Frischer Salbei schmeckt aber auch geröstet. Die Pflanze stellt keine Bodenansprüche.
Sauerampfer (Rumex rugosus) – in der neuen Küche ein Muss. Wächst ohne viel Pflege, benötigt nur ab und zu Wasser.
Thymian (Thymus sp.) – schön und duftend: keine Pflasterritze darf ohne ihn sein. Je karger, desto aromatisch.

Der Kräutertopf

Nicht jeder will und kann gleich einen ganzen Gartenteil für Kräuter verwenden. Besonders dekorativ sind in einem solchen Fall die Kräutertöpfe. Diese großen Tontöpfe, bei denen seitlich Öffnungen wie kleine Balkone angeordnet sind, lassen sich mit einer Vielzahl von Kräutern bepflanzen. Idealerweise werden die feuchtigkeitsliebenden Kräuter, zum Beispiel die Minzen, eher im unteren Bereich angeordnet. Die Trockenheit liebenden Kräuter, zum Beispiel der Thymian oder das Basilikum, kommen in den oberen Bereich. Wer schon beim Einfüllen der Erde die Vorlieben der Pflanzen berücksichtigt, hat später weniger Mühe. Also: Feuchtigkeitsliebende Pflanzen in mehr Humus, die trockenheitsliebenden Pflanzen in eine Erde mit einem größeren Sandanteil setzen. Wer noch mehr auf Zierde wert legt, der sollte oben auf eine Duftpelargonie platzieren. Blüten und Duft in einem. Und noch ein Tipp: weil es schwierig ist die Kräuter durch die kleinen Topföffnungen zu bringen, wickelt man sie zuerst fest in Zeitung, zieht sie damit „gebündelt“ durch und entfernt anschließend das Papier. So werden Wurzeln und Blätter kaum verletzt.

Pflanzen für den Kräutertopf

Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Thymian, Liebstöckel, Minzen (neigen zum Wuchern!), Schnittknoblauch, Rosmarin.

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Gigantische Blüten bildet ein Hibiskus, der meist in der zweiten Hälfte des Sommers in den Gärtnereien auftaucht: „Hibiscus moscheutus“ – der Sumpfhibiskus. Die (bedingt) winterharte, mehrjährige Staude wird bis zu zwei Meter hoch, kommt aus Nordamerika. Nur an Standorten, die in voller Sonne liegen, einen feuchten und extrem nährstoffreichen Boden aufweisen, lohnt es sich die Pflanze auszusetzen.

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