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Warum verbrennen die Floristen die Schnittstelle bei einem Blumenstrauß mit einer Weihnachtssternblüte mit einem Feuerzeug?

Manche Pflanzen verlieren nach dem Abschneiden so viel Saft, dass sie rasch verwelken. Daher versucht man die „Blutung“ zu stillen: Entweder ganz kurz mit dem Feuerzeug abbrennen oder für Sekunden in heißes Wasser tauchen.

Ich hab den Weihnachtstern seit vielen Jahren und er blüht auch regelmäßig. Nur wenn ich ihn nach dem Sommer ins Haus hole, fallen viele Blätter ab? Was mache ich falsch?

Die „Sommerfrische“ mag die Pflanze, allerdings darf man sie nicht zu spät hereinholen. Ist es nämlich zu kühl, dann verliert die Pflanze, wenn sie ins Zimmer kommt, einen Teil des Laubes. Gleichmäßige Temperatur ist das Um und Auf.

Ist der Saft, den ein Weihnachtsstern abgibt, wenn man ein Blatt abreißt, giftig?

Das Wolfsmilchgewächs ist als Ganzes leicht giftig (so wie viele andere Zimmerpflanzen). Wäscht man die „Milch“ rasch ab, dann besteht aber keine Gefahr. Bei Haustieren sollte man ein wenig vorsichtig sein. Üblicherweise sind aber Katzen klug genug und bleiben beim Katzengras.

Mein ganzer Rasen ist voller Hirse. Ich steche sie aus, aber sie wuchert überall.

Hirse tritt immer dann auf, wenn die Bodentemperatur mehr als 20-25 Grad beträgt. Und das war im heurigen Supersommer natürlich der Fall. Dann keimen die Samen und verdrängen das unter der Hitze leidende Gras. Ist sie einmal da hilft nur ausreißen, bevor sie Samen bildet und für die Zukunft. Nie zu kurz mähen, denn dann schützt der Rasen den Boden vor Erwärmung.

Der Weihnachtsstern ist schon wieder blattlos. Ich hab ihn verpackt, geschützt und gedüngt.

Vermutlich hat er sich schon vor dem Kauf „verkühlt“. Pflanzen, die in der Zugluft stehen, verlieren sehr rasch die Blätter. Möglicherweise haben sie ihn aber auch überdüngt. Das mag der Weihnachtsstern auch nicht.

Wir haben einige Efeupflanzen rund um unsere Jauchegrube gesetzt – der Beton soll außen vollständig begrünt werden, doch die Efeupflanzen haften nicht. Was kann man dagegen machen?

Viele Kletterpflanzen mögen frisch betonierte oder verputzte Wände nicht, weil sie zu alkalisch sind. Nach einiger Zeit löst sich das Problem – die Wände sind abgewittert.

Mein Weihnachtskaktus hat schon 80 cm im Durchmesser. Zu groß, zu schwer. Er hat jetzt geblüht – wie kann ich ihn teilen?

Ich würde ihn jetzt nicht teilen, sondern Stecklinge (ca. 10 cm) abnehmen und in sandige Erde stecken. Das zur Sicherheit, damit die Pflanze nicht verloren geht. Im Frühjahr dann den Stock kräftig zurückschneiden.

Wie oft soll ich meine Citruspflanzen düngen?

Jetzt im Sommer zumindest ein Mal pro Woche. Wenn sie Biodünger verwenden, dann mindestens 2 bis 3 mal. Für Nicht-Biogärtner ein Tipp: Nehmen sie Surfinien-Dünger, der enthält viel Eisen und ist deutlich billiger als Citrusdünger.

Wann soll ich meinen Oleander schneiden? Muss ich ihn überhaupt schneiden?

Nein, den Oleander muss man nicht unbedingt schneiden. Wenn, dann jetzt. Allerdings wird er an den Ästen dann kaum Blüten bilden. Daher rate ich immer, die Hälfte der Äste bodeneben entfernen, die treiben dann kräftig durch. Der Rest blüht dieses Jahr und wird im kommenden Frühjahr entfernt.

Wann und wie wird Lavendel zurückgeschnitten?

Grundsätzlich schneidet man den Lavendel sofort nach der Blüte. Wenn das verabsäumt wird, kann man ihn jetzt kräftig zurückschneiden, aber nicht bis ins Holz.

Gibt es eine Kletterrose, die keine Dornen hat? Wir haben Enkerl und die stechen sich dauernd.

Grundsätzlich haben Kletterrosen Dornen und Kinder lernen eigentlich schnell, damit umzugehen. Empfehlenswert ist die Sorte Ghislaine de Feligonde. Die blüht in einem wunderbaren Lachs-Orange und hat nur wenig Stacheln.

Ich hab’ ein echtes Pech beim Ziehen der Basilikum-Samen. Das wird irgendwie nie etwas Richtiges. Was mache ich falsch?

Basilikum ist ein Lichtkeimer – das heißt, dass man die Samen auf die Erde drückt. Dann bekommen sie immer Licht. Es sollte immerzu warm und hell sein. Oftmals verkümmert Basilikum am Fensterbankerl, weil’s zu kalt ist. In den Garten darf Basilikum erst Anfang Juni. Denn sieben Grad plus bedeuten für diese Pflanze Frost.