Biogärtner Karl Ploberger
Banner Solarierbiohelp bannerMultikraft f-bannerchico fruehling kl
Garteln im Takt der Natur 34/2014

Garteln im Takt der Natur 34/2014

Das Jahr schreitet voran. Im Kalender der Natur, dem phänologischen Kalender, sind wir bereits im Frühherbst angelangt, denn der Holler…

Kübelpflanzen auf Diätkurs

Kübelpflanzen auf Diätkurs

Man will es noch gar nicht wahrhaben – Mitte August ist alljährlich die Zeit, die mit ein paar Tagen Auf…

Garteln im Takt der Natur 33/2014

Garteln im Takt der Natur 33/2014

Es herbstelt und auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen – der Kalender der Natur sagt: Wir sind im Frühherbst,…

Frontpage Slideshow | Copyright © 2006-2014 JoomlaWorks Ltd.

Kein Muttertag ohne Hortensien

 

Ob rosa, weiß oder ganz blitzblau – ob tellerförmig oder mit attraktiven Farbzeichnungen. Die Auswahl an Hortensien ist gewaltig und wird von Jahr zu Jahr größer. Hortensien haben übrigens noch etwas gemeinsam mit dem Weihnachtsstern. Es sind nicht die Blüten, die wir bewundern, sondern die gefärbten Hochblätter. Die echten Blüten befinden sich zwischen den gefärbten Blütenblättern und sind ganz klein. An die 80 Arten von Hortensien gibt es – hier eine kleine Auswahl:

Bauern- oder Muttertagshortensie (Hydrangea macrophylla)
Tellerhortensie (Hydrangea serrata)
Rispenhortensie (Hydrangea paniculata)
Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens 'Grandiflora', 'Annabelle')
Samthortensie (Hydrangea aspera 'Macrophylla')
Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia)
Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris)

Hortensien sind bei uns großteils winterhart. Ein Tipp: Bei so manchem Bauernhaus findet man die alten, meist rosa oder rot blühenden Büsche. Durch so genannte Stecklinge (Triebspitzen mit 2 Blättern, die man in ein Sand-Torf-Gemisch steckt) lassen sie sich leicht vermehren. Also fragen sie, ob sie nicht von diesen Hortensien so einen Ableger bekommen könnten.

Viele neuere Sorten der „Muttertags-Hortensien“ frieren zurück und bilden dann keine Blüten mehr. Denn viele dieser Pflanzen blühen nur auf den Trieben, die sie im Vorjahr gebildet habe. Vernichtet sie der Frost, gibt es keine Blüten. Besonders die als Muttertags-Hortensie bekannte „Hydrangea macrophylla“ mit den großen und eindrucksvollen rosa, weißen oder blauen Blüten, neigt dazu. Ebenfalls ohne Blüten bleiben Hortensien, wenn sie falsch geschnitten werden: Niemals im Herbst oder Frühjahr die Triebe dieser Sorten einkürzen – sie würden die Blüten wegschneiden!

Eine neue Züchtung einer amerikanischen Gärtnerei bringt aber hier für unsere Gegend Abhilfe. Die Sorte „Endless Summer“ ist seit zwei Jahren im Handel (Gärtnereien und Gartencenter) und ist garantiert frostfest. Bis nahezu – 30 Grad hält sie aus. Vorerst gibt es die „Endlosen Sommer“-Blüten nur in den Farben rosa und blau. Es soll aber schon bald eine Sorte in weiß erhältlich sein.

Blau blühen übrigens diese Pflanzen nur dann, wenn sie absolut kalkfrei stehen und auch nur mit Regenwasser gegossen werden. Kalkhaltiger Boden oder kalkhaltiges Leitungswasser färbt die Blüten dann zuerst schmutzig blau und später völlig rosa. Daher gilt – wie für alle Hortensien: Moorbeeterde. Also Torf, Torfersatzstoffe, Rhododendron-Erde oder Laub-Erdekompost (kann man, wenn man viel Laub im Garten hat, auf einem eigenen Komposthaufen ganz leicht herstellen). Alaun wird übrigens zum „Hortensien färben“ verwendet. Ins Gießwasser gegeben sorgt es dafür, dass die Pflanze blaue, statt rote Blüten bekommt.

Eine alten, und besonders empfehlenswerte Sorte ist auch noch die Sorte „Annabelle“ („Hydrangea arborescens“), die noch anspruchsloser ist, als die oben genannten. Sie blüht allerdings nur in einem cremfarbigen weiß blüht und gehört anders gepflegt: Sie wird im Frühjahr auf etwa 15 cm zurückgeschnitten, wächst dann stark, bildet die Blütenbälle, die bis zum Winter abtrocknen und dann auch noch mit Raureif geschmückt besonders dekorativ aussehen. Für Liebhaber von Hortensien sind auch die Eichblatt-Hortensien zu empfehlen. Neben den kerzenförmigen Blüten, sind hier die Blätter besonders attraktiv. Nur für die wirklichen Experten sind dann im Garten die Tellerhortensien geeignet, ihre Blüten sind besonders schön, daher auch sehr beliebt aber leider auch sehr frostempfindlich. Im Topf gezogen und in einem Gewächshaus überwintert, gibt es aber keine Probleme.

Gartenkalender

Wir sind im Frühsommer - die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen ja wieder hinaufgehen - und die Rosenblüte hat begonnen. Duft und Blüten dominieren nun. Was ist zu tun?

Weiterlesen...

Gartengeschichten

Treffen sich in diesen Tagen Gartenbesitzer, dann gibt es eigentlich nur ein Thema: Schnecken. Die extremen Niederschläge haben sogar Gärten heimgesucht, die in den letzten Jahren beinahe verschont waren. Und dann wird darüber berichtet, wie die Jagderfolge der letzten Tage ausgefallen sind.

Weiterlesen...

Pflanze der Woche

Gigantische Blüten bildet ein Hibiskus, der meist in der zweiten Hälfte des Sommers in den Gärtnereien auftaucht: „Hibiscus moscheutus“ – der Sumpfhibiskus. Die (bedingt) winterharte, mehrjährige Staude wird bis zu zwei Meter hoch, kommt aus Nordamerika. Nur an Standorten, die in voller Sonne liegen, einen feuchten und extrem nährstoffreichen Boden aufweisen, lohnt es sich die Pflanze auszusetzen.

Weiterlesen...